Mordverdacht: Nichte des toten 83-Jährigen schweigt

Hier ist es passiert: In dem Einfamilienhaus an der Guxhagener Heinrich-Klimmer-Straße hatte der 83-Jährige allein gelebt. Als am 12. November die Feuerwehr anrückte, sah es zunächst nach einem herkömmlichen Wohnungsbrand aus.. Foto:  Slawik

Guxhagen. Im Fall des 83-jährigen Guxhageners, der im November mutmaßlich von einer Verwandten umgebracht worden ist, haben die Ermittler bislang kein Geständnis von der Frau, die unter dringendem Mordverdacht in Untersuchungshaft sitzt.

Die 60-Jährige schweige nach wie vor zu dem Tatvorwurf, teilte die Staatsanwaltschaft Kassel auf Anfrage der HNA mit.

Die Frau aus dem Landkreis Kassel sei eine Nichte des 83-Jährigen, bestätigte Dr. Götz Wied, Sprecher der Staatsanwaltschaft. Zum derzeitigen Stand der Ermittlungen sagte er: „Letztendlich geht es immer noch darum, was in dem Haus genau passiert ist.“

Was passierte in dem Haus?

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Wann und mit welchem Inhalt es zu einer Anklageerhebung kommen wird, sei noch nicht absehbar, sagte Wied. Das sei bei Tötungsdelikten nicht untypisch, zumal wenn Verdächtigte keine Angaben machen. Die Strafverfolgungsbehörde erwarte die Ergebnisse zweier Spurengutachten und erhoffe sich davon näheren Aufschluss über das Geschehen in dem Einfamilienhaus an der Guxhagener Heinrich-Klimmer-Straße, in dem der 83-Jährige allein lebte.

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Am Morgen des 12. November hatten Nachbarn bemerkt, wie Brandrauch aus dem Gebäude drang. Daraufhin rückte die Feuerwehr an, brach die Tür auf und fand den Mann tot im Wohnzimmer liegend vor. Schnell tauchten Zweifel daran auf, dass der Mann durch einen Unfall, einen Defekt oder durch Fahrlässigkeit ums Leben gekommen ist. Ermittler der Polizei fanden gleich mehrere Brandherde sowie auch Kampf- und Blutspuren in dem Haus.

Bei einer Obduktion waren an dem Leichnam schwere Kopfverletzungen festgestellt worden. Noch am Abend des 12. November wurde die 60-Jährige unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Seither geht die Polizei unter anderem der Frage nach, ob das Feuer gelegt worden ist, um eine Bluttat zu vertuschen.

Mit den Mitteln der Kriminaltechnik versuchen die Ermittler nun, die letzten Lebensminuten des mutmaßlichen Mordopfers zu rekonstruieren. Laut Staatsanwaltschafts-Sprecher Wied analysiert das Institut für Rechtsmedizin in Frankfurt das Muster der Blutspuren und -spritzer am Tatort, damit die Strafverfolger daraus Rückschlüsse auf einen möglichen Ablauf des Geschehens ziehen können.

Weiterhin seien Experten des Landeskriminalamts mit der Auswertung von DNA-Spuren „an möglichen Tatwerkzeugen“ befasst, erläuterte Wied. Hierbei gehe es um die Klärung der Frage: „Wer hat was wann in der Hand gehabt?“

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Quelle: HNA

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