Morschen: Gemeinde muss sparen

Morschen. Mitunter hitzig wurde am Donnerstag im frisch sanierten Konnefelder Dorfgemeinschaftshaus über die finanzielle Situation der Gemeinde Morschen diskutiert.

Bei vier Enthaltungen beschlossen die Parlamentarier den Haushalt für 2015 und das Investitionsprogramm.

Einstimmig sprachen sich die Gemeindevertreter für das Haushaltssicherungskonzept 2015 aus. Wie bereits berichtet, hat die Gemeinde ein Haushaltsloch von über einer Million Euro.

Aktualisiert am 12.2. 

Noch steht nicht fest, dass die Stelle des Jugendpflegers in der Gemeinde Morschen wegfallen wird. Das teilte Bürgermeister Herbert Wohlgemuth mit. Das bedeute aber nicht automatisch das Ende für die Jugendpflege, erklärt Bürgermeister Herbert Wohlgemuth. Seit 2004 hätten alle Stellen in der Gemeindeverwaltung Morschen – außer der des Bürgermeisters – einen so genannten kw-Vermerk (kw steht für künftig wegfallend). Im Klartext bedeute das, dass die Gemeindevertretung bei jeder einzelnen Stelle entscheide, ob eine Stelle erhalten bleibt oder wegfällt, sagt Wohlgemuth.

Die weiteren Streichungen des Haupt- und Finanzausschusses machten die geringen Spielräume der Kommune deutlich.

Das hat der Haupt- und Finanzausschuss noch gestrichen: Es werden statt sechs Hundetoiletten nur zwei angeschafft - so können 1000 Euro gespart werden. Zwei statt der geplanten drei Rasenmäher gibt es für den Bauhof und ein 1500 Euro teures Regal für die Schreinerei wird in diesem Jahr nicht angeschafft.

Außerdem wurden die Ausgaben für die erneute Doppikprüfung der Eröffnungsbilanz 2009 von 5300 Euro auf 1000 Euro zurückgesetzt.

Das hatte der Gemeindevorstand bereits gestrichen: 

Wie dem Haushaltsplan zu entnehmen ist, hatte der Gemeindevorstand bereits Posten wie den Austausch von Wasserleitungen in Altmorschen und Binsförth gestrichen, die mit knapp 330.000 Euro veranschlagt waren.

Außerdem wird an folgenden Stellen gespart:

Der Transport der Kindergartenkinder erfolgt nicht mehr mit einem Leasingfahrzeug, sondern mit dem Bürgerbus der Gemeinde. Im Jahr werden so 4200 Euro gespart.

Bei der Schulsozialarbeit wird der Ansatz von 4400 Euro pro Jahr komplett gestrichen.

Auch bei den Personalkosten können laut Plan rund 63.500 Euro durch die Umstellung des Betreuungsschlüssels im Kindergarten nach dem Kinderförderungsgesetz und dem Wegfall einer Beamtenstelle gespart werden.

Das ist das Ziel: 

Das Defizit, das übrig bleibt, wenn die Abschreibungen von 570.000 Euro abgezogen sind, soll abgebaut werden. Das sind rund 520.000 Euro.

Von Barbara Kamisli

Quelle: HNA

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