Neue Grabformen für Morschens Friedhöfe? Gemeinde startet Umfrage

Beispiel Altmorschen: Im Vordergrund die Bestattungsform – Sarg im Einzel- oder Doppelgrab – , die zusammen mit dem Reihengrab zu den Klassikern gehört. Auf allen Friedhöfen in Morschen gibt es genügend Platz, um auch andere Gräber zu ermöglichen. Die Erweiterungsfläche in Altmorschen liegt hinter der Hecke.

Morschen. Sind die Morschener mit den bisherigen Gräbern zufrieden, oder haben sie andere Vorstellungen für die Bestattung? Das soll mit einer Fragebogenaktion herausgefunden werden. In Kürze werden die Zettel mit dem evangelischen Gemeindeblatt verteilt.

Es gibt sie dann aber auch im Rathaus und im Pfarramt Neumorschen.

Bisher hat sich die Friedhofskommission damit beschäftigt. Nun werden die Morschener befragt. Im nächsten Jahr soll Geld bereit gestellt werden, um einen Planer mit Gestaltungsvorschlägen zu beauftragten, kündigte Bürgermeister Herbert Wohlgemuth an. Er, Sabine Knobel und Otto Wohlgemuth haben die Fragen erarbeitet.

Als erstes wird nach dem Alter und dem Wohnort gefragt, zumal schon jetzt unterschiedliche Bestattungformen je nach Dorf möglich sind. Ist man ausschließlich für eine Erdbestattung im Sarg, will man auf dem Friedhof des eigenen Dorfes beerdigt werden, ist man ohnehin zufrieden, wie es momentan ist oder gibt es einen Änderungswunsch?

Dafür stehen auf der zweiten Seite des Fragebogens einige Beispiele. Das sind: anonymes Urnen-Rasengrab wie auf dem Friedhof Altmorschen oder Rasengräber wie in Körle. Dort werden Urnen und Särge unter anderem auf einem Rasenstück beigesetzt und die Gräber mit Platte, Kreuz oder kleinem Gedenkstein gekennzeichnet.

Beispiel Körle: Grabsteine erinnern an den Verstorbenen. Steine und Kreuze fehlen bei den anonymen Gräbern.

Sollen die Wege zwischen den klassischen Gräbern mit Platten belegt werden, umunerwünschten Bewuchs zu unterdrücken, so wie in Heinebach?

Soll der Friedhof – oder zumindest ein Teil davon – mit größeren Laubbäumen bepflanzt werden? Das käme dem alten Friedhof in Melsungen nahe.

Dann gibt es noch die Möglichkeit kleinerer Grabfelder, die durch niedrige Büsche oder Hecken untergliedert werden. Als Beispiel steht hierfür der neue Friedhof am Melsunger Huberg.

Und schließlich gibt es noch die Variante einer Urnenwand, bei der die Urnen in kleine Abteile eingelassen und diese mit einer Platte verschlossen werden. Als Beispiel dafür wird der Friedhof in Obermelsungen aufgeführt.

Wer einen anderen Vorschlag machen möchte, ist aufgefordert, ihn in den Fragebogen einzutragen.

Bis 1. November abgeben

Und dann? Bis spätestens 1. November müssen die ausgefüllten Fragebögen in den Briefkasten am Rathaus eingeworfen oder im Pfarramt Neumorschen abgegeben werden.

Quelle: HNA

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