Haydau-Fördervereinsvorsitzender Braun für weitere Attraktionen

Morschen soll mehr für Touristen bieten "als ahle Wurscht"

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Vorbildlich restauriert: die Klostermauer in Haydau, hier ein Blick durch eine Öffnung von Süden auf die Klosteranlage. Allein in den vergangenen zwei Jahren investierte der Förderverein 354 000 Euro in die Instandsetzung der Mauern, an denen 150 Jahre nichts mehr gemacht worden war.

Altmorschen. Kloster Haydau mit Hotel und Seminarzentrum soll noch stärker zu einem touristischen Anziehungspunkt werden.

Das hat der Vorsitzende des Fördervereins Kloster Haydau, Professor Dr. h.c. Ludwig Georg Braun, in der Jahreshauptversammlung in der Orangerie betont und Vorschläge gemacht.

Das Hotel mit mehr als 60 neuen Arbeitsplätzen sei ein sehr vitalisierender Aspekt in Morschen. Gemeinsam mit der Gemeinde werde man sich darüber unterhalten, wie man nach Abschluss der Klosteranlagen-Erneuerung touristische Akzente setze, „die besser sind als ahle Wurscht und Leberwurst“.

Man müsse Attraktionen schaffen, die Morschen zum Haltepunkt für Radler und Wanderer machen. Braun sprach bei den Angeboten von einer Tagesschleife, in die man auch Spangenberg und Alheim mit einbeziehen sollte. Zum touristischen Angebot könne auch die Präsentation vorbildlich restaurierter Landmaschinen gehören. Den Kasselern müsse man beibringen, mit der Bahn nach Morschen zu fahren und zurück bergab mit dem Rad.

Bei der Erneuerung der Klosteranlagen sei man bei einem guten, fast abschließenden Schritt, sagte Braun. 120.000 Euro würden dieses Jahr für die Unterhaltung der Klosteranlage ausgegeben. Für Verwaltung, laufende Kosten und Sanierungsarbeiten seien weitere 225.000 Euro vorgesehen. Gesamteinnahmen von 91.000 Euro aus der Nutzung der Gebäude seien ein Spitzenwert. Der seit ebenfalls 27 Jahren bestehenden Stiftung Kloster Haydau habe der Verein 120.000 Euro zugeführt.

Ein toller Erfolg sei das Kulturprogramm im Kloster Haydau. Ein Anziehungspunkt seien auch die Frauengespräche. Der Vorsitzende des jetzt 315 Mitglieder zählenden Vereins dankte unter anderem den Rosenfreunden, der Kreissparkasse und der Firma Fritz Franke für die Unterstützung.

Kritik übte Braun daran, dass die bereits vor zwei Jahren angekündigten touristischen Hinweistafeln auf das Kloster Haydau immer noch nicht stehen. Seit 2015 gebe es von der Straßenverkehrsverwaltung Hessen Mobil vielfältige Ausreden.

Wie Joachim Kohlhaas für die Stiftung Kloster Haydau berichtete, erhöhte sich das Vermögen von 1,771 auf 1,94 Millionen Euro. Die Zinserträge hätten sich von 71.000 auf 102.700 Euro erhöht. Bisher flossen 355.300 Euro an den Förderverein. Der Altbürgermeister erinnerte daran, dass der damalige Rektor Waltari Bergmann 1967 die Initiative „Rettet Haydau“ gegründet hatte und der Staat seit 1986 rund 56 Millionen Euro investiert habe: „Die Politiker gaben sich hier die Klinke in die Hand und haben immer Geld mitgebracht.“

Förderverein investierte 1,5 Millionen Euro

Rund 1,5 Millionen Euro hat der Förderverein Kloster Haydau von 2006 bis 2016 in die Rekonstruktion der historischen Gartenanlagen und die Mauern investiert. In den vergangenen zwei Jahren wurden allein 354 000 Euro für die historische Mauer verbaut. 150 Jahre lang war an den Mauern nichts mehr gemacht worden. Etwa 1,6 Millionen Euro sind nach Angaben von Schatzmeister Walter Koch in den vergangenen elf Jahren gespendet worden.

Quelle: HNA

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