Morschener Feuerwehren übten in Heina

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Heina. Dichte Rauchwolken, die aus einer Scheune in der Ortsmitte von Heina drangen, kündeten am Freitag nichts Gutes an. Doch was wie ein Großbrand aussah, war glücklicherweise nur eine Übung der sieben Freiwilligen Feuerwehren der Großgemeinde Morschen, die noch von der Drehleiter aus Spangenberg unterstützt wurden.

Die sehr realitätsnahe Übung bildete den Auftakt zum 85-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr und zum 15-jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr Heina. Die von Sven Bernhardt ausgearbeitete Übung sollte die Zusammenarbeit der verschiedenen Einsatzgruppen fördern und auch Alarmierungswege und die Kommunikation untereinander testen. Das Übungsszenario sah vor, dass in der Scheune an der Ecke Untere Straße und Zum Spielplatz ein Feuer ausgebrochen war. Insgesamt fünf Personen wurden vermisst und mussten von den Einsatzkräften gesucht und gerettet werden. Zur Brandbekämpfung wurde Wasser von zwei Hydranten und einem Brunnen gefördert. Zudem waren zwei Gasflaschen in einem Holzschuppen abgestellt worden, die gekühlt und gesichert werden mussten.

Um 18.33 Uhr heulten die Sirenen erst nur in Heina, wenige Minuten später gab es in allen Ortsteilen Sirenenalarm und die Einsatzkräfte rückten zu dem gemeldeten Brand nach Heina aus. Zuerst gingen die Atemschutzgeräteträger in die mit zwei Nebelmaschinen total verrauchte Scheune vor. Innerhalb weniger Minuten waren die vier Vermisstendarsteller, bzw. Dummys, gefunden worden und wurden ins Freie gebracht. Eine weitere Person war auf dem Dachboden der Scheune eingeschlossen und machte durch lautes Rufen auf sich aufmerksam. Er wurde über die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Spangenberg gerettet. Der Heinaer nutzte die Gelegenheit und ließ sich von der Drehleiter einmal bis ganz nach oben fahren, um einen Blick aus 18 Meter Höhe über seinen Heimatort zu werfen.

Einsatzleiter Thomas Deist teilte die Einsatzstelle in mehrere Abschnitte auf. Wasserversorgung, Atemschutz und Rettung wurde an Abschnittsleiter delegiert. Wie Deist nach der Übung erklärte, hat sich diese Maßnahme sehr gut bewährt. Besonders die Kommunikation unter den Führungskräften bezeichnete er als optimal. Auch Gemeindebrandinspektor Volker Limpert und Kreisbrandmeister Heinz Boßmann, die beide als Übungsbeobachter fungierten, äußerten sich lobend über den Einsatz der Feuerwehrleute. Während der ganzen Übung hat eine sehr gute Disziplin und Abstimmung untereinander geherrscht. Die Aufgaben wurden von den Einsatzkräften, trotz enormer Anstrengung, gerade der Atemschutzgeräteträger, die durch die starke Verrauchung und die extrem schlechten Sichtverhältnisse noch erschwert wurde, sehr zielorientiert abgearbeitet.

Morschener Feuerwehren übten in Heina

Insgesamt waren 70 Feuerwehrleute, darunter 18 Atemschutzgeräteträger, im Einsatz. Zahlreiche Zuschauer liessen sich vom Dauerregen nicht abhalten und beobachteten das Übungsgeschehen aus nächster Nähe. Ein Zuschauer der namentlich nicht genannt werden wollte: „Wenn ich das hier sehe, kann ich nur sagen wir Morscher können uns auf unsere Freiwilligen Feuerwehren verlassen. Es müssten sich nur noch viel mehr Männer und Frauen aktiv in den Wehren engagieren.“ (zot)

Quelle: HNA

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