Hobbyautor Jochen Bauer schreibt Romane –Zurzeit verfasst er auf Gut Escheberg seinen ersten Krimi

Mosaik aus Gefühlen und Ironie

Er schreibt jeden Tag Geschichten: Jochen Bauer ist Hobbyautor. Er verfasst in den 90erJahren Kurzgeschichten, seit 2005 auch Romane. Nun schreibt er seinen ersten Krimi. Foto:  Skrzyszowski

Zierenberg. Er liebt es, Handlungen mit Dialogen zu beschreiben. Seine Geschichten hat er immer im Kopf. Wie ein Mosaik setzt er sie zusammen. Und das mit einer gewissen Leichtigkeit und Ironie. Jochen Bauer ist Hobbyautor. Er sucht die Herausforderung – etwa 20 Seiten hat er noch vor sich. 192 Seiten seines ersten Krimis hat der pensionierte Lehrer bereits geschrieben.

Es geht um einen Mord auf dem Golfplatz Gut Escheberg – einem Ort, der eigentlich etwas Elitäres ausstrahlt. „Die Geschichte spielt nicht im typischen kriminellen Milieu“, sagt Jochen Bauer. Der unbeliebte Betreiber des Golfplatzes, ein ehemaliger Fußballprofi, wird tot an Loch 13 gefunden. Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen zwei Kripobeamte mit reizvollen Charakteren, wie der Autor sie beschreibt. Sie haben nicht nur ihre Schwierigkeiten, den Mord aufzuklären. Sondern auch die Last mit den Frauen und Geldsorgen, weswegen sie sich in den Ermittlungspausen selbstverständlich auf eine Quizshow vorbereiten müssen.

Eines darf in Bauers Geschichten nicht fehlen: eine gewisse Leichtigkeit und Ironie. „Der Leser soll aus Schadenfreude grinsen und lächeln, weil ihm meine Bücher gefallen. Er muss auch zwischen den Zeilen lesen, erklärt der 68-jährige Autor. Der Leser spüre genau, ob der Autor hinter der Geschichte steht oder nicht. „Man muss einzelne Situationen trotz allem selbst erlebt haben, sonst kann man sie nicht mit wahren Gefühlen beschreiben. Der Roman selber entwickelt sich aus der Spannung heraus“, sagt Jochen Bauer.

Roter Faden

Das sei auch das Faszinierende am Schreiben: „Es ist immer wieder eine Herausforderung, viele Seiten mit einer Geschichte zu füllen, ohne sich zu wiederholen und mit einem roten Faden, der sich durch das ganze Buch schlängelt.“ Jeden Tag sitzt er an seinem Schreibtisch – damit er den roten Faden nicht verliert. Die Handlung müsse immer präsent sein. Da trotz der Kreativität und des Humors schließlich auch die kriminalistische Logik stimmen müsse, spricht er oft mit Beamten der Kriminalpolizei und einem befreundeten Juristen, um sich das nötige Hintergrundwissen anzueignen. Die Justiz fasziniere ihn zudem genauso wie das Schreiben. Und auch, wenn ihm das Schreiben an manchen Tagen Kopfzerbrechen bereitet, fühlt er sich am Schreibtisch wohl. „Es ist ein gutes Gefühl jeden Tag produktiv zu sein“, sagt der Autor.

Mit seinen Gedanken ist er momentan nicht nur auf dem Golfplatz – sondern auch bereits in Israel. „Wenn mein erster Krimi Erfolg hat, dann habe ich schon weitere Ideen im Kopf“, sagt Jochen Bauer und schmunzelt.

Quelle: HNA

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