Mosheimer haben die Chronik des Dorfes niedergeschrieben

Die Chronikredaktion: von links Reinhold Hocke, Gerhard Riedemann, Lothar Fritz und Heinrich Riedemann. Mitgewirkt haben außerdem Ingrid Apel, Günther Böhm, Fritz Botte, Thea Groll, Hellmuth Jakob, Lothar Pfannkuche und Georg Pitz. Kleines Bild: der Chronikeinband. Foto:  privat

Mosheim. Gut eineinhalb Kilogramm Dorfgeschichte haben vier Chronisten für Mosheim zusammengetragen. Für 25 Euro gibt es die Zeitreise über 1225 Jahre hinweg auf 400 Seiten, gebunden, ansprechend gestaltet und mit festem Bucheinband – ein Buch, das viele Generationen überdauert.

Gerhard Riedemann und Reinhold Hocke hatten sich um die Texte gekümmert, Hoche und Heinrich Riedemann um die Fotos und Lothar Fritz ums Layout. Der gesamte Chronikausschuss bestand aus neun Männern und einer Frau. Für den Einband hat Lothar Fritz eine Karte des Kurfürstentums Hessen von 1853 gewählt. Da war Mosheim schon 1067 Jahre alt. Ob ein Jahr später das 300-jährige Bestehen gefeiert wurde, ist nicht verbürgt.

Doch nun erinnert man sich gerne an das Jahr der ersten urkundlichen Erwähnung und feiert am ersten Septemberwochenende das 1225-jährige Bestehen des Dorfes.

Die Chronik gibt einen guten Überblick über das, was sich in Mosheim früher getan hat und was das Dorf heute zu bieten hat. Der Leser erfährt Einzelheiten über die ate Wasserleitung, den Friedhof, den Lindenplatz. Wie erlebte Mosheim das Dritte Reich und wie veränderte sich das Dorf, als nach dem Krieg Flüchtlinge und Vertriebene dorthin kamen?

Kirche, Lehrer, Landwirtschaft, Vereine, die heutigen Gewerbebetriebe, der Anschluss an Malsfeld zum 1. Januar 1974 und dem damit verbundenen Verlust der Selbstständigkeit ... Nichts, was für das Dorf von Bedeutung ist, haben die Chronisten ausgelassen.

Das Ganze wird garniert mit vielen Bildern, alten in Schwarz-Weiß, neueren in Farbe und einigen Fotos von Aquarellen, gemalt von Lutz Lobert. (bmn) 1225 Jahre Mosheim, 25 Euro, Auflage 515, es gibt noch etwa 150 Exemplare, zu kaufen in der Landfleischrei Melsungen Hain und im Frisuersalon Sams Struwwelpeter.

Quelle: HNA

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