Fotokreis Schwalm-Eder stellt rund 30 Aufnahmen im Klinikum Schwalmstadt aus

Motivjagd und entfesselter Blitz

Vor der Linse: Kevin Völker (links), Volker Siemon (Mitte) und Alexander Schenk (rechts) präsentieren Aufnahmen des Fotokreises Schwalm-Eder in der Asklepios Klinik Schwalmstadt. Foto: Paul

Schwalmstadt. Rund 30 Aufnahmen des Fotokreises Schwalm-Eder zieren aktuell die Wände der Station zwei im Asklepios-Klinikum in Schwalmstadt. Damit soll zum einen Kunst aus der Region öffentlich zugänglich gemacht, zum anderen aber auch der Krankenhausaufenthalt verschönert werden.

„Die künstlerische Gestaltung der Station zwei ist das Tüpfelchen auf dem Wohlfühl-I für Patienten und Besucher, mit diesen Worten eröffnete Dr. Christoph Engelbrecht, Geschäftsführer für die Asklepios Schwalm-Eder-Kliniken, die Ausstellung des Fotokreises Schwalm-Eder. Katrin Siemon vom Sozialdienst hat die Kunst buchstäblich ins Haus geholt – mit Hilfe ihres Mannes Volker, der selbst im Fotokreis aktiv ist. „Wir wollen individuelle Kunst und Kultur aus der Region zeigen, keine 08/15-Ikea-Drucke“, erklärte die 45-Jährige. Das sei Dank des ehrenamtlichen Einsatzes vom Fotokreis Schwalm-Eder vorbildlich gelungen.

Fotos von Natur bis Sport

Für knapp ein Jahr sollen die Aufnahmen von Tieren, Pflanzen und Landschaften die Flure und Wartezonen auf der Station beleben. Dann bekommen andere Künstler aus der Region die Chance, ihre Werke zu präsentieren.

Herbert Rothenbücher, Leiter des Fotokurses, konnte bei der Ausstellungseröffnung aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein. Ihm galt allerdings besonderer Dank: „Er hat sich für die Fotoausstellung mit Leib und Seele eingesetzt“, lobte Katrin Siemon. Er habe die krankenhaustauglichen Rahmen organisiert, das Konzept für die Ausstellung erarbeitet und umgesetzt.

„Aus über 100 Aufnahmen mussten wir 30 für die Ausstellung auswählen“, erklärte Hobbyfotograf Alexander Schenk aus Schwalmstadt. „Das war ein hartes Stück Arbeit“, denn alle Fotos seien auf ihre ganz spezielle Art sehenswert. In der aktuellen Ausstellung gibt es unter anderem Makroaufnahmen von Insekten, Blumen im Passepartout-Rahmen, eindrucksvolle Sonnenuntergänge und dynamische Motorradfahrten zu bewundern. „Meist finde ich meine Fotomotive zufällig unterwegs. Zum Beispiel wenn ich mit den Hunden spazieren gehe“, erzählt der Rörshainer Kevin Völker. Schenk ergänzt: „Ich knipse schon richtig lange, aber ich fotografiere erst seit etwa drei Jahren mit allen Sinnen.“

Auch Volker Siemon hat eine Foto-Philosophie: „Die ersten Zehntausend Fotos sind für die Tonne. Erst danach hat man das richtige Gespür, welches Motiv man künstlerisch wie umsetzen kann.“ Wem ein Foto im Klinikum gefällt, könne es beim Fotokreis erwerben.

Neue Fotografen gesucht

Der Fotokreis Schwalm-Eder trifft sich jeden ersten Dienstag im Monat ab 19 Uhr im Feuerwehrhaus in Verna, um Fotos zu besprechen und Aufnahmetechniken zu üben. „Wir suchen immer Fotoliebhaber, die sich uns anschließen wollen“, sind sich die drei Fotografen einig. • Informationen: Herbert Rothenbücher, Tel. 0 56 84/93 01 30, E-Mail rothenbuecher.h@t-online.de, Website www.fotokreis-schwalm-eder.de

Von Jasmin Paul

Quelle: HNA

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