Bereits 2,75 Mio. Euro in private Projekte

Dorferneuerung: Erstmals wird in öffentliche Vorhaben investiert

Spieskappel: Ein Leerstandskonzept wird entwickelt. 36 Gebäude stehen leer.

Frielendorf. Die Dorferneuerung in Frielendorf erweist sich als Motor in Sachen Infrastruktur und Gemeinschaftspflege: Erstmals werden in diesem Jahr öffentliche Projekte mit einem Volumen von insgesamt 400.000 Euro finanziell gefördert.

Das Förderprogramm Dorferneuerung wird davon ungefähr die Hälfte der Kosten übernehmen. Basis für die Projektentwicklung bildete das sogenannte Integrierte Entwicklungskonzept. Für diese Ideenbörse sind Vertreter aus den 16 Ortsteilen aktiv gewesen. Insgesamt stehen bis zum Jahr 2022 für Frielendorf 1,5 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung.

Knapp zwei Jahre lang wurden die Ortsteile unter die Lupe genommen, der Ist-Zustand und Möglichkeiten durchleuchtet. Erste sichtbare Zeichen wird es in diesem Jahr geben.

So wird in Großropperhausen ein Dorfplatz (37.500 Euro) gestaltet werden. Er wird Teil eines Kunst- und Kulturweges, der langfristig dem Ortsteil ein Profil geben soll, sein, erklärte Tine Fiand, die als Großropperhäuserin in der Projektentwicklung aktiv ist. In Großropperhausen wurde zudem das Dorfgemeinschaftshaus, zugleich Standort des Sportvereins, in den Fokus gerückt. Dort wie auch für das DGH in Leuderode werden für barrierefreie und energetische Gestaltungen insgesamt 65.000 Euro investiert. Zukunftsweisend wurde für das DGH in Leuderode bereits eine Idee umgesetzt, die auch auf andere Ortsteile übertragbar ist: Ortsvorsteher Helmut Poltmann organisiert hier einen kleinen Getränkemarkt.

Richtungsweisend für alle Ortsteile wird auch ein „Revitalisierungskonzept“ (6.000 Euro) für Spieskappel sein. Dieser Ortsteil hat nach Angaben von Bürgermeisten Birger Fey mit 36 leerstehenden Gebäuden die höchste Leerstandsquote in der Großgemeinde zu verzeichnen.

Auch das Thema Leerstand in der Kerngemeinde wird weiter verfolgt werden, erklärte Ortsbeiratsmitglied Matthias Dittschar. Ins Gewicht fallen zudem Aktionen im Bereich Jugendarbeit, die nicht als investive Maßnahmen zu sehen sind, betonte Thorsten Vaupel.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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