MT-Handballtrainer Roth sprach beim Neujahrsempfang über Motivation

Für besondere Verdienste in der Stadt Melsungen ausgezeichnet: von links Elisabeth Schneider, Gerd Portmann und Erika Thein. Fotos: Hohagen

Melsungen. Kein Manuskript, statt des Mikrofons am Rednerpult eins über dem Kopf: MT-Handballtrainer Michael Roth ging es als Hauptredner des städtischen Neujahrsempfangs am Montag in Melsungen locker an.

Neujahrsempfang der Stadt Melsungen

Dabei war sein Thema „Motivation im Alltag“ durchaus ernst. Es sei wichtig, Ziele zu haben und diese zu vereinbaren. Doch ohne Motivation sei nichts zu erreichen. „Was man tut, muss man mit Spaß machen, es zumindest versuchen.“ Obwohl so allgemeingültig, bezog Roth seine Worte vor allem auf die Melsunger Handballmannschaft, die der 48-Jährige im Herbst in recht desolatem Zustand übernommen hat. Nach weiteren Niederlagen ist der Bundesligist nun wieder auf der Erfolgsspur.

In den nächsten Jahren möchte der Mann, der demnächst mit seiner Lebensgefährtin ganz nach Melsungen ziehen will, die Mannschaft unter die zehn Besten in der Bundesliga bringen. Sie sei dann auch ein Aushängeschild für Nordhessen und Melsungen.

Disziplin und Organisation seien weitere Eckpfeiler auf dem Weg zum Erfolg. Und man müsse zuhören können und bereit sein, über Ängste und Probleme zu sprechen – so wie Roth offen über seine Krebserkrankung sprach. Gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder hat er darüber ein Buch veröffentlicht.

In der Melsunger Mannschaft gehe es auch nicht ohne Integrationsbemühungen. Schließlich hätten die Spieler sieben verschiedene Nationalitäten. „Auch die Deutschen muss man integrieren, wir haben Schwaben im Team“, scherzte Roth, der die Gäste trotz allen Ernstes des Themas mit kleinen humorigen Einlagen immer wieder zum Zuhören motivierte. Manchmal gehe es nur mit Zuckerbrot und Peitsche, meinte er. „Besonders, wenn man Griechen im Team hat.“ Roth: „Ich habe vor einem Spiel gesagt; Heute ist griechischer Tag. Das Ergebnis: Von 25 Toren haben die Griechen 19 geworfen.“

Roth wurde mit viel Beifall bedacht, ebenso wie der Bürgermeister von Koudougou. Seydou Zagré dankte für Melsungens partnerschaftliche Unterstützung: 430 Patenkinder profitieren davon. Das Ausbildungszentrum ist eine Hilfe, und Dr. Ludwig Georg Braun. habe mit seinem Engagement viel für Koudougou erreicht.

Quelle: HNA

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