Von Mühlen und Kühen

Mehr als 40 Teilnehmer erlebten bei HNA-Wanderung Natur und Kultur

Homberg. Eine Mischung aus Kultur und Natur erlebten am Dienstag 40 Teilnehmer einer Wanderung, zu der die HNA eingeladen hatte. Wanderführer Wolfgang Imberger hatte eine Route ausgewählt, die zu den Homberger Mühlen führte.

An der Hohlebachmühle starteten die Wanderer - ausgestattet mit Rucksäcken, Wanderstöcken und reichlich Wasser - auf die zehn Kilometer lange Strecke bei strahlendem Sonnenschein.

„Mich interessieren die Mühlen in Homberg sehr“, sagte Silke Gunkel (71). „Ich bin hier aufgewachsen und habe deshalb viele der Mühlen noch im Originalzustand erlebt“, fügt sie hinzu.

Am Ziel: Nach gut vier Stunden kehrten die Wanderer an der Hohlebachmühle ein.

An der Schnettlerschen Mühle erzählte Wanderführer Berthold Röse, dass dort einst Kupfer eingeschmolzen wurde: „Daraus wurden dann Kupferkessel und Braupfannen hergestellt.“ Die Kupferschmiede ist heute einWohnhaus mit Hundeschule. Die Pelzmühle, der nächste Zwischenstopp, war einst eine Bannmühle. Bestimmte Dörfer durften nur in bestimmten Mühlen mahlen. Röse: „Hierher durften nur die Waßmuthshäuser kommen.“

Ging auf Tuchfühlung: Der zehnjährige Johannes Kramer streichelte die Kühe auf dem Biohof Koch.

Durch die Efzeaue ging es Richtung Unterer und Oberer Caßdorfer Mühle. Dr. Reiner Braun vom Ingenieurbüro Unger berichtete von den Renaturierungsarbeiten in der Aue. „Unser Ziel ist, einen halbwegs naturnahen Zustand wiederherzustellen“, sagte er. Angelegte Flutmulden verteilen beispielsweise bei einem bestimmten Pegel das Wasser in die Aue und vermeiden dadurch Hochwasser in den Orten. „Das ist heute eine tolle Mischung aus Natur und Geschichte“, sagte Juana Lanau aus Homberg während einer Pause auf dem Biohof Koch. Dort probierten die Wanderer frische Milch von Biokühen.

Der zehnjährige Johannes Kramer aus Nassenerfurth nutzte die Gelegenheit und kraulte den Kälbern den Kopf. Mit seiner Mutter Nadine nimmt er regelmäßig an den HNA-Wanderungen teil.  „Das ist einfach total schön, wir haben etwas Zeit für uns, und man trifft immer wieder die selben Leute“, schwärmte Nadine Kramer.

Übers Mühldorfer Feld wanderten die Teilnehmer zurück zur Hohlebachmühle. Bei einer Besichtigung lernten sie die Funktionsweise der 600 Jahre alten Mühle kennen.

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Hartung

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