Grundstück stark verschmutzt

Unterkunft für Obdachlose am Tannenwäldchen: Müll ärgert Nachbarn

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Sofa im Garten: Die Obdachlosenunterkunft wirkt verwahrlost. Auch die Front des Gebäudes bietet kein schönes Bild.

Melsungen. Kaputte Möbel hinterm Haus, offenstehende Fenster und reichlich Müll auf dem Rasen – das Stadthaus am Tannenwäldchen ist für die Nachbarn ein Ärgernis. Die Stadt Melsungen bringt dort Obdachlose unter und ist eigentlich auch für die Ordnung auf dem Gelände verantwortlich.

Doch momentan wirkt das Gelände sehr verwahrlost. „Das Haus passt einfach nicht hierher“, sagt eine Anwohnerin und zeigt auf ein kaputtes Sofa, das im Garten hinter dem Gebäude liegt. Das hätten die Bewohner einfach aus dem Fenster geworfen.

Dort liegt es nicht allein: In einem Kübel stehen leere Alkoholflaschen, auf dem Rasen liegt ein ganzer Beutel mit Asche, Zigarettenkippen und Batterien.

Ruhe seit vier Monaten

Dabei wirkt das Haus auf den ersten Blick unbewohnt: Viele Fenster und Türen stehen offen – Tag und Nacht. Doch dass dort noch jemand wohnt, höre man nachts, berichten Anwohner. Es sei in der Vergangenheit randaliert worden, mehrfach sei die Polizei angerückt. Doch laut den Ermittlern herrscht seit vier Monaten Ruhe am Tannenwäldchen. Man habe die Lage gut im Griff.

Von nächtlicher Randale in jüngster Zeit sei nichts bekannt, sagt auch Roland Schmidt, Leiter des Melsunger Ordnungsamtes. Aktuell habe die Stadt dort vier Personen einquartiert.

Schmidt betonte, dass die Stadt den Obdachlosen dort eine saubere Wohnung mit Einzelofenheizung zur Verfügung stelle. Auch um die Ordnung kümmere man sich, sofern die Anwohner auf Probleme aufmerksam machten. Dass dort Müll und Möbel im Garten liegen, sei bisher nicht bekannt gewesen.

Quelle: HNA

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