Tag der offenen Tür: Herwig-Blankertz-Schule stellte Berufe und Schulabschlüsse vor

Blick in die Schule mit Muffins und Motoren

+
Sinn fürs Geschäft: (von links) Lehrerin Julia Vialon, Kerstin Schreckert und Misra Akin von der Schüler-Firma leiteten den Stand mit Ballons und Losen.

Wolfhagen. Gastronomie, Einzelhandel, Kfz- und Elektrotechnik, Metallverarbeitung – beim Tag der offenen Tür stellte die Wolfhager Herwig-Blankertz-Schule am Freitag alle Berufsgruppen und Schulabschlüsse vor, die sie anzubieten hat.

„Unsere Schule hat eine richtige Firma, die von den Schülern betrieben wird“, erklärt Lehrerin Sandra Richter. Sie und ihre Kollegin Julia Vialon sind offiziell die Geschäftsführerinnen, doch die Schüler betreiben den Laden im Gebäude für Ernährung und Hauswirtschaft.

Erhältlich ist vom Kugelschreiber bis zum Taschenrechner alles, was man im Berufsschulalltag benötigt – und nicht nur am Tag der offenen Tür. Der Laden ist eine dauerhafte Einrichtung, die Marketing-Abteilung erstellt professionelle Plakate und macht Werbung für die aktuellen Abgebote. 

Kümmerten sich um den Appetit der Besucher: (von links) Daniela Hiller, Ricardo Mohr, Annika Graß, Ramona Dullmann, Jasmin Bräuer, Dennis Schorpp.

Eine Tür weiter erklärten am Freitag Schüler alles zum Thema Ernährung und hatten einige Mustertische eingedeckt. „Es handelt sich um das Projekt EiBe, also Eingliederung in die Berufs- und Arbeitswelt“, erläuterte Lehrerin Dora Kraft. „Die Schüler machen einen Abschluss, der mit dem Hauptschulabschluss gleichwertig ist und erwerben gleichzeitig sehr viel Praxis, da sie bei einer Bio-Catering-Firma mitarbeiten.“

Bratäpfel und Tee

In der Lehrküche war das Schülercafé geöffnet. Hier wurden selbstgemachtes Gebäck, Bratäpfel, Kaffee und Tee angeboten. Auch die Bedienung lief streng nach Lehrbuch: Von rechts wird aufgetragen, Damen zuerst bedient.

Auf dem Außengelände präsentierte die Wirtschafts- und Logistikklasse von Lehrer Frank Rohrberg das Thema Ladungssicherung: Rohrberg machte eine Vollbremsung mit seinem Unimog, eine Gitterbox auf der Ladefläche donnerte gegen einen Stapel Paletten. „Die Leute meinen immer, was schwer ist, bleibt stehen. Das ist Quatsch. Dank der Massenträgheit fliegen schwere Gegenstände umso weiter“, sagt er.

An zwei verschieden

eingeräumten Kofferräumen erklärte Schüler Timo Rehrmann das Prinzip des Formschlusses: „Was durcheinander liegt, fliegt beim Bremsen durch die Gegend. Liegt alles aneinander und den Kofferraumwänden an, passiert nichts. In Lücken kann man einfach eine Jacke stopfen.“

Von Patrick Kessler

Mehr lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der Wolfhager Allgemeinen

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare