Mit 1500 Euro dotiert

Mundartdichter Herbert Jacob erhält den Kulturpreis

Überraschung: Mit dem diesjährigen Kulturpreis der Stadt Wolfhagen zeichnete Bürgermeister Reinhard Schaake (links) den Mundartdichter Herbert Jacob aus. Foto: Michl

Wolfhagen. Den mit 1500 Euro dotierten Kulturpreis der Stadt Wolfhagen hat der waschechte „Brüngelsker“ Mundartdichter Herbert Jacob erhalten.

Bürgermeister Reinhard Schaake überreichte den Preis.

Als Autodidakt kam der 74-jährige Ende der 70er Jahre zum Schreiben - aus Spaß an der Freude, wie er sagt. Jacob, der heute noch mit seiner Familie im Wolfhager Stadtteil Bründersen lebt, übersetzte zuerst lustige Geschichten ins örtliche Platt mit dem für ihn ganz wichtigen Anliegen, den Dialekt als wesentlichen Bestandteil des dörflichen Brauchtums an die jüngeren Generationen weiterzugeben. Der Preisträger: „Während meiner Jugendzeit sprachen in Bründersen noch etwa 130 Frauen und Männer Platt, heute sind es keine 80 mehr.“

Seine Anekdoten, Schnurren und wahren Geschichten rund um die „Brüngelske Kärke“ publizierte er nicht nur in mehreren Büchern - „Guden Nohwet unn gude Nacht - Eck hawwe juch denn Suhrendeich gebracht“, Bekanntmahkungen uhr dausend Johren“, „Watt eck seejen woll - en Dorpspatzeergang bie denn Bottereseln“, die beiden Bände über den „Platzschwatz-Äkwator“ und ein Liederbuch, sondern seit vielen Jahren ist er auch mit Platt-Geschichten „Geriemetes uht denn Wulfhager Lanne“ in der Wolfhager Allgemeinen präsent.

Der von ihm bezeichnete Plattschwatz-Äkwator verläuft zwischen seinem Heimatdorf Bründersen und Naumburg und trennt den niederhessischen vom niederdeutschen Dialekt.

Für seine Bemühungen um die heimatliche Mundart war Herbert Jacob von der Gesellschaft für Nordhessische Mundart bereits 2007 mit dem Axel-Herwig-Preis ausgezeichnet worden.

Von Reinhard Michl

Quelle: HNA

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