Stefanie Knöpfel, eine Wahl-Schwälmerin mit komödiantischem Talent, tritt am Freitagabend im Schützenhaus auf

Muntere Parodien mit Akzent-Tourette

Lieblingsparodie: Angela Merkel hat es „Einfach Steffi“ alias Stefanie Knöpfel angetan. Für die HNA gab sie eine Kostprobe aus ihrem Repertoire. Foto: Heist

Ziegenhain. Mit ihren Parodien verbreitet sie gute Laune. „Einfach Steffi“ alias Stefanie Knöpfel macht Comedy. Ihrem Motto „Ich parodiere alles und der Rest ist mir egal“ folgend, schlüpft die 32-Jährige in die Rolle prominenter Persönlichkeiten wie Marcel Reich-Ranicki und Kanzlerin Angela Merkel, ihre Lieblingsparodie. Ihre Vorliebe für Plaudereien mit regionalen Akzenten und der rasche Wechsel von einem zum anderen nennt Stefanie Knöpfel humorvoll „Akzent-Tourette“. Ob auf Hessisch, Sächsisch, Bayrisch, Fränkisch, Schwäbisch, Kölsch oder beim Berlinern, die in Kassel geborene und im Landkreis Marburg-Biedenkopf aufgewachsene Komödiantin überzeugt und trifft mit ihrem Humor ins Schwarze. Seit drei Jahren lebt die Sozialversicherungsfachangestellte in Ziegenhain. Radfahren ist ihr zweites großes Hobby neben der Comedy.

Sie mache keine reine Stand Up Comedy, sagt Stefanie Knöpfel, die ihre Art der Komik als kabarettistische Comedy bezeichnet. Politisches klinge mit. Die Grenze zu Verletzungen anderer versuche sie nicht zu überschreiten. „Ich glaube, da hat man einfach ein Gefühl für, wie weit man gehen kann“, sagt sie.

Ein Vorbild sei Hape Kerkeling. „Selbstverständlich versucht man, sich selbst zu finden“, fügt sie hinzu. Inspirieren lässt sie sich vom Leben. Bei jedem ihrer Auftritte gibt sie auch einen Teil von sich selbst preis. Ihr Künstlername erschließt sich ihrem Publikum anhand einer Kindheitsgeschichte. „Stefanie nannten mich meine Eltern immer als Kind, wenn ich etwas angestellt hatte“, berichtet sie. So sei ihr die Idee zu „Einfach Steffi“ gekommen.

„Selbstverständlich versucht man, sich selbst zu finden.“

sTEFANIE kNÖPFEL

Familie und Freunde erkannten das komödiantische Talent der 32-Jährigen. Anlässlich ihres 30. Geburtstages machten sie ihr einen Comedy-Workshop in Köln zum Geschenk. Die Teilnahme am Workshop sei der Initialzünder für ihre öffentlichen Auftritte gewesen, erklärt Stefanie Knöpfel. Zwar habe sie schon früher Leute parodiert, es selbst aber nie so empfunden, damit auf die Bühne zu gehen.

In ihrem persönlichen Umfeld habe man ihren Schritt auf die Bühne durchweg positiv aufgenommen. Regional und auf kleinen Bühnen in Essen und Berlin sei sie schon aufgetreten. Mit jedem Auftritt sammele sie Erfahrung und sehe, ob ein Gag funktioniere. Lampenfieber spiele jedes Mal mit, verliere sich jedoch im Laufe des Programms.

„Für die Zukunft würde ich mir wünschen, dass ich mein Hobby Comedy weiter ausleben kann“, sagt Stefanie Knöpfel.

Von Kerstin Heist

Quelle: HNA

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