Rekordwert beim Klostermuseum Merxhausen

Museen im Wolfhager Land: Positive Jahresbilanz

Besuchermagnet Museum: Allein das Museum Kloster Hasungen verbuchte am Eröffnungswochenende 400 Besucher. Der positive Trend setzte sich auch in den Folgemonaten fort. Generell sind die Wolfhager Museen mit ihrer Auslastung zufrieden. Foto: Archiv

Wolfhager Land. Filmreife Ausstellungen, historische Stätten oder Erlebniswandern mit anschließendem Klosterbesuch: Die Museen im Wolfhager Land haben sich im vergangenen Jahr einiges einfallen lassen. Entsprechend positiv fällt die Besucherbilanz für das Jahr 2012 aus.

Einen Rekordwert von über 1200 Besuchern verzeichnet dabei das Klostermuseum Merxhausen. Das Erfolgskonzept ist laut Museumsleiter Hartwin Neumann einfach: „Wir legen großen Wert auf die Interaktion mit dem Publikum.“ Statt auf starren Konzepten zu beharren, werden Ideen wie das „Erzählcafé“ oder Expertenvorträge umgesetzt. Auch das erst im Oktober 2012 eröffnete Museum Kloster Hasungen profitiert von der Erlebnislust der Besucher. „Zusammen mit unserem Museum wurde auch ein Eco Pfad eröffnet“, führt Josef Sprenger, Co-Vorsitzender des Museumsvereins, aus. Die Kombination aus einer leicht zu bewältigenden Wanderstrecke und dem historischen Gebäude lockte bereits am Eröffnungswochenende 400 Besucher an.

Gute Auslastung

Ebenfalls bestens ausgelastet waren erwartungsgemäß das Hugenottenstübchen, die Volkssternwarte in Rothwesten mit etwa 1000 und das Naturparkzentrum Habichtswald mit 6655 Besuchern. Wie in den Vorjahren waren diese Einrichtungen prädestiniert für Schul- und Kindergartengruppen sowie Vereinsausflüge. Vom Tagestourismus profitierte auch der Natur-Erlebnisraum im Naumburger Haus des Gastes. „Darüber hinaus sind wir auch für Kindergeburtstage buchbar“, sagt Leiterin Claudia Thöne.

Persönlicher Einsatz

Unter dem Motto „Nicht anschauen, sondern anfassen!“ leitet Dirk Lindemann mit großem persönlichen Einsatz das Museum für Film- und Videtechnik in Wolfhagen. Alle ausgestellten Kameras und Projektoren sind voll funktionstüchtig und sollen so die Lust der Besucher auf die Kunstform Fotografie wecken.

Bislang sind aber nur Privatführungen möglich: „Ich befinde mich gerade in der Aufbauphase - in diesem Jahr möchte ich das Konzept weiter voranbringen“, so Dirk Lindemann.

Etwas ins Hintertreffen geriet dagegen das Heimatmuseum in Naumburg im vergangenen Jahr. Aufgrund umfassender Sanierungsarbeiten sowie einer aufwändigen Dacherneuerung bleibt das Museum vorerst geschlossen. „Ostern wollen wir aber die Wiedereröffnung feiern“, sagt Museumssprecher Rudolf Jacobi.

Das Regionalmuseum Wolfhager Land verzeichnete im Jahr 2012 einen leichten Besucherrückgang im Vergleich zum Vorjahr.

Zwar fanden immer noch etwas mehr als 1800 Besucher den Weg zum größten Museum des Kreises an der Wolfhager Ritterstraße - dies waren jedoch 200 Personen weniger als noch im Vorjahr. In erster Linie ist das einer zweimonatigen Phase ohne Hauptamtlichen Museumsleiter geschuldet, nachdem Dr. Jürgen Röhmer am 1. April seinen Abschied genommen hatte.

Im Juni übernahm Beate Bickel das Amt und bringt seitdem prestigeträchtige Ausstellungen voran. Im Moment befindet sich das Projekt „Legalisierter Raub“ im Aufbau.

Gleich vier Museen betreut der Geschichts- und Heimatverein Habichtswald. Auch in diesen Einrichtungen setzt man auf Mitmach-Aktionen: Beispielsweise gab es in der „Alten Backstube“ im Sommerhalbjahr 13 Backprojekte für Schulklassen und Kindergartengruppen.

Die „Dorfschmiede“ in Ehlen verzeichnete 210 Besucher - das Hammerschwingen über einem glühenden Eisen war nach wie vor ein Besuchermagnet. „Mit weit mehr als 800 Besuchern der Museumslandschaft kamen wir personell und vom Zeitaufwand her an die Grenze unserer Möglichkeiten“, sagt der ehrenamtliche Museumsleiter Karl-Heinz Winzig.

Die starke Einbindung in das Gemeindeleben wird insbesondere an den Sachspenden aus den Reihen der Anwohner deutlich. Diese seien eine große Unterstützung gewesen, ergänzt Winzig. (esp)

Von Emily Spanel

Quelle: HNA

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