Losgehen sollte es ursprünglich schon 2017

Museum im Fritzlarer Hochzeitshaus soll 2019 öffnen

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Es muss für den Evakuierungsturm weichen: das Trafo-Häuschen der Energie Waldeck-Frankenberg im Innenhof des Hochzeitshauses wird abgerissen. 

Fritzlar. Der Termin steht. Das Museum im Fritzlarer Hochzeitshaus soll im kommenden Jahr wieder öffnen. Daran hält Bürgermeister Hartmut Spogat fest.

Auch wenn die Modernisierungs- und Umbauarbeiten später beginnen als geplant. Eigentlich sollte es bereits im letzten Quartal 2017 losgehen. Für die Verzögerung gibt es mehrere Gründe.

So gab es Probleme mit dem Boden. Der ist nicht überall gleich hoch. „Es gibt Niveauunterschiede bis zu 15 Zentimeter. Das ist fast eine Treppenstufe“, sagt Hartmut Spogat. Zum Vergleich: Der Auftritt bei einer Treppe beträgt etwa 18 Zentimeter, wie der Bürgermeister erklärt. Das passt nicht zu dem Ziel, das Hochzeitshaus barrierefrei umbauen zu wollen. 

Deshalb musste das Planungsbüro Roller aus Kassel nach einer baufachlichen Prüfung umplanen. Das Ergebnis: Die Höhenunterschiede werden ausgeglichen, es kommt ein neuer Bodenbelag ins Hochzeitshaus.

Auch in einem zweiten Punkt wurde nachgebessert: Im ersten Obergeschoss stehen bislang tragende Pfosten. Um im Ausstellungsraum ausreichend Platz für die Stationen zu haben, sollen die Pfosten weichen. Über Traversen an der Decke soll die Last getragen werden. „Die Anpassung der Planung wegen der Konstruktion und Tragfähigkeit hat Zeit gekostet“, räumt Spogat ein.

Wie der Rathauschef erklärt, ist das Gebäude inzwischen ausgeräumt und entkernt. Derzeit laufen die Ausschreibungen für die Gewerke. Der Innenausbau soll im Spätsommer beginnen.

Trafo-Haus wird abgerissen

Bereits im Juni wird auf dem städtischen Parkplatz neben dem Hochzeitshaus ein neues Trafo-Häuschen errichtet. Das alte Häuschen der Energie Waldeck-Frankenberg im Innenhof des Hochzeitshauses wird abgerissen. An seine Stelle wird ein Evakuierungsturm gebaut. Der ist notwendig, um die Auflagen des Brandschutzes und der Barrierefreiheit zu erfüllen.

Der Turm war in der Stadt umstritten. Unterm Strich haben sich die Stadtverordneten auf einen Entwurf geeinigt (wir berichteten). Der Hochzeitsturm soll aus zwei Teilen bestehen.

Der erste besteht aus einem Sockel aus Naturstein, der zweite aus Glas. Teile des Glases sollen bedruckt werden.

Quelle: HNA

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