Musielski huldigte Freddy Mercury und Whitney Houston

Überraschung: Der zehnjährige Bruder Musielskis, Tom Orth, entzückte mit der Violine. Foto: Heist

Treysa. Stürmischer Applaus begleitete am Freitagabend den Auftritt des Countertenors Oswald Musielski in der katholischen Heilig Geist-Kirche in Treysa. Rund 90, größtenteils weibliche Konzertbesucher lauschten der außergewöhnlichen Stimme des gebürtigen Polen.

Der Sänger hieß sein Publikum aufs Herzlichste willkommen und bedankte sich bei seinen Fans für ihre treue Zuhörerschaft.

Unter dem Motto „La Voix Du Soleil“ bot Musielski Arien, bekannte Popsongs und Melodien aus der Welt der Musicals und des Zeichentrickfilms dar. Gekleidet in eine schwarze Glitzerhose und ein strahlend gelbes Jackett mit außergewöhnlich geschneidertem Kragen, trat der für seine extravaganten Outfits bekannte Countertenor singend an den Altar heran. Durch das Oberlicht der Kirche fiel Licht auf den Sänger, der mit Stücken wie „Send In The Clowns“, „Ein Mensch zu sein“, „Take My Breath Away“ und „Ave Maria“ das Publikum zunehmend in seinen Bann zog.

Für große Überraschung sorgte der Auftritt von Tom Orth. Der zehnjährige Bruder Musielskis erschien im Frack und trug zur Verzückung der Konzertbesucher vier Lieder auf der Violine vor.

Während draußen zunehmend das Tageslicht schwand und sich die Kirche allmählich in Dunkelheit hüllte, setzten im Inneren der Kirche Scheinwerfer den Countertenor in Szene. In Gold und Glitzer gekleidet meldete sich Musielski nach der Pause eindrucksvoll und stimmgewaltig zurück und verteilte Rosen ans Publikum.

Er philosophierte über die Liebe und gedachte mit einer Auswahl an Liedern bereits verstorbenen Musikern wie Freddie Mercury, John Lennon und seiner Lieblingsinterpretin Whitney Houston. Mit „Imagine“ bewies Musielski, dass er auch die tieferen Stimmlagen beherrscht. Mit „Didn’t We Almost Have It All“ klang das Konzert feierlich aus. Vom Publikum frenetisch gefeiert, stimmte der Countertenor eine Zugabe an. Mit Leona Lewis‘ „Run“ verabschiedete sich Musielski von seinen Fans.

Von Kerstin Heist

Quelle: HNA

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