20 Jahre Städtepartnerschaft zwischen Naumburg und dem ungarischen Komárom

Musik bahnte den Weg

Begeisterten mit ungarischen Volksliedern: die Sängerinnen von Vox Femina während der Feier in der alten Naumburger Stadthalle. Fotos:  Hoffmann

Naumburg. Innige Freundschaften sind entstanden, sogar Ehen wurden geschlossen. Entwicklungen, die niemand für möglich gehalten hätte, als am 1. Mai 1992 im ungarischen Komárom und im Gegenzug am 27. Juni 1992 in Naumburg die Partnerschaft der beiden Städte besiegelt wurde. 20 Jahre hält diese mittlerweile, was am Freitag in der alten Stadthalle im Burghain gemeinsam mit einer 50-köpfigen Delegation aus der Donaustadt gefeiert wurde.

Viele seien zu Beginn der Partnerschaft skeptisch gewesen, sagte Naumburgs Bürgermeister Stefan Hable. Die Entfernung zwischen den Ländern zu groß, die politischen und wirtschaftlichen Systeme zu unterschiedlich. Zweifel, die beim schrittweisen Annähern ausgeräumt worden seien. Daran erinnert sich einer ganz besonders gut. Ludwig Noe, einst Bürgermeister in Naumburg und laut Hable „Vater der Städtepartnerschaft“, war es gewesen, der erste Kontakte knüpfte und den Weg frei machte für eine innige Beziehung. „Uns schien die Musik als das geeignetste Medium für eine Annäherung“, erinnerte er sich während seines ausführlichen Rückblicks im Rahmen des Festkommers.

„Ich bin stolz auf unsere Freundschaft, ich schätze und liebe die Bürger von Naumburg.“

Dr. Ferenc Szöllösy

Von der ersten Idee hinsichtlich einer Partnerschaft bis zum Besuch der Stadtkapelle bei der Musikschule in Komárom habe es nicht lange gedauert. Der Aufenthalt im Oktober 1990 habe die Wurzeln gelegt für eine bis heute andauernde Freundschaft, die nicht nur für ihn persönlich etwas ganz Besonderes sei.

Bürgermeister Stefan Hable sieht das ähnlich: „Im Gegensatz zu vielen anderen Städtepartnerschaften ist unsere keine Verwaltungspartnerschaft, sondern eine Partnerschaft der Bürger.“

Dies sei mittlerweile tief im Bewusstsein der Bevölkerung verankert, auch dank des Engagements der zwei Partnerschaftspioniere Peter Kuhnert aus Naumburg und Dr. Ferenc Szöllösy, die beide nach dem Naumburger Wappenschild im Jahr 2002 jetzt erneut für ihr Engagement geehrt wurden.

Dank für die Leidenschaft

Kuhnert, langjähriger Vorsitzender des Partnerschaftskomitees, erhielt den Ehrenbrief des Landes Hessen (siehe Bericht unten), sein ungarisches Pendant Dr. Szöllösy eine Ehrentafel der Stadt Naumburg. Hable dankte dem ungarischen Notar für die Leidenschaft, mit der er von Anfang an die Partnerschaft vorangetrieben habe.

Dass auch ihm viel an der deutsch-ungarischen Freundschaft liegt, zeigten seine Dankesworte: „Ich bin stolz auf unsere Freundschaft, ich schätze und liebe die Bürger von Naumburg.“

Von Sascha Hoffmann

Quelle: HNA

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