Die Altstadtfreunde Treysa organisieren für Ende Juni die erste Keller-Kultur-Nacht in Treysa

Musik und Kabarett im Keller

Stefanie Sievers, Annette Helfers, Tina und Horst Krause-Willenberg und Christa Böhmer (von links, auf dem Foto fehlt Inge Fleschenberg) organisieren die erste Kulturnacht in fünf Gewölbekellern der Treysaer Oberstadt.

Treysa. Das Wegenetz unter der Treysaer Altstadt gilt als sagenumwoben: Einst sollen die Bewohner sogar ganze Kuhherden durch das unterirdische Treysa getrieben haben. Bis heute sind viele Keller unter den Häusern rund um den Marktplatz erhalten. Aufgearbeitet hatte die Geschichte einst der Stadtgeschichtliche Arbeitskreis, der mehrfach im Jahr die Keller öffnet und Führungen anbietet.

Jetzt sollen die Gewölbe zum ersten Mal bespielt und belebt werden: Eine Arbeitsgruppe der Altstadtfreunde Treysa organisiert für Samstag, 27. Juni, die erste Keller-Kultur-Nacht. Auftreten werden in insgesamt fünf historischen Gewölbekellern im Umkreis rund um das Rathaus regionale Kunstschaffende.

Geboten werden Musik, Schwarzlichttheater, Kabarett und eine Lesung. „Wir sind nicht nur die Saubermacher vom Dienst, wir wollen auch die Altstadt-Kultur mit beleben“, sagen Horst-Krause-Willenberg und Annette Helfers. Zusammen mit Christa Böhmer, Stefanie Sievers und Inge Fleschenberg haben die beiden das Konzept für die Erstauflage erarbeitet.

Weitere Keller im Visier

Und die Gruppe ist ambitioniert: Denn bei gutem Zuspruch soll es nicht bei dem einen Kulturabend bleiben. Weitere Keller haben die Mitglieder bereits im Visier. Die ausgewählten Keller sind unterschiedlich groß und bieten entsprechend unterschiedlich Platz an. Im größten Keller wird Stefan Reitz mit seinen Musikern auftreten.

Das Programm wechselt stündlich, so dass die Besucher nach den Auftritten jeweils genügend Zeit haben, in einen benachbarten Keller zu wechseln. „Jeder Besucher kann sich aus den fünf kulturellen Angeboten drei aussuchen“, erklärt Helfers. Die Auswahl könne jeder Gast spontan am Abend treffen: „Wenn ein Keller voll ist, ist er voll“, erläutern die Organisatoren. Essen und Getränke werden sowohl von den örtlichen Gastronomen als auch von den Vereinsmitgliedern angeboten: Sie wollen oberirdisch neben Wein und Sekt auch kleine Leckereien wie Brezeln reichen.

In die Keller dürfen aus Sicherheitsgründen keine Gläser oder Flaschen mitgenommen werden. „Die Wege zu den Kellern werden wir entsprechend stimmungsvoll beleuchten“, sagt Krause-Willenberg. Bestuhlt würden die Keller mit Bänken, die noch vom Johannisfest am Vorabend der Kulturnacht auf dem Marktplatz blieben und dann „unterirdisch“ verteilt würden.

Unterstützt wird der Abend von der Stadtsparkasse Schwalmstadt und der VR-Bank Hessenland. Dank einer Spende hat der Verein Plakate entwerfen können. Der Verein möchte sich nicht als Konkurrenz zu anderen Kulturinitiativen verstanden wissen: „Sondern als Ergänzung und Bereicherung.“ Stichwort, Programm

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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