Lampenfieber vor dem Auftritt in Gilserberg

Nachwuchsmusiker  zeigten in der Hochlandhalle ihr Können

Musikalisch: Die dritte Klasse der Gilserberger Hochlandschule sang fröhlich. Fotos: Grebe

Gilserberg. Nur ein Musikinstrument zu Hause oder im Unterricht zu spielen, ist für viele Musiker auf Dauer nicht befriedigend: Die Musikschule Schwalm-Eder bot am Samstagnachmittag beim 7. Hochland-Konzert in Gilserberg ihrem Nachwuchs die Möglichkeit, Konzertatmosphäre zu schnuppern.

Farbenfrohe Herbstgestecke am Bühnenrand der Hochlandhalle sorgten für ein ansprechendes Konzertambiente. „Musik ist etwas ganz Wichtiges“, sagte Inga Klöpfel, Leiterin der Musikschule Schwalm-Eder, in ihrer Begrüßungsrede.

Am Akkordeon: Oliver Jordan begleitetet Arni Derr und Marius Auer (von rechts) an ihren Instrumenten.

Dass Musik etwas Besonderes und Spannendes ist, spürten auch die jungen Sänger, Pianisten, Akkordeonspieler, Klarinettisten und Schlagzeuger, die ihre erarbeiteten Stücke souverän und mit viel Freude an der Sache vortrugen.

Gemeinsam musizierten sie, gemeinsam teilten sie das Lampenfieber, aber auch die Freude am gelungenen Spiel. Und wollte dann doch eine Stelle einmal nicht so recht glücken, war der Ehrgeiz groß und man fing noch einmal von vorne an. Das Ziel vor Augen. Früh übt sich, was ein Meister werden will.

Die Musikschule Schwalm-Eder mit ihrem Hauptsitz in Homberg ist in 16 Gemeinden des Schwalm-Eder-Kreises vertreten. Darunter auch Gilserberg, wo der Unterricht in den Räumen der Grundschule stattfindet. Die dritte Klasse der Hochlandschule Gilserberg unter der Leitung ihres Lehrers Thomas Krudewig eröffnete das Konzert mit zwei schwungvollen Liedern.

„Jambo Afrika“ war ein unbekanntes, aber sehr fetziges Lied, das die Vielfalt des Kontinents zum Ausdruck brachte. Lilli Kirschner spielte mit ihrem Lehrer Thomas Klein „Fuchs, du hast die Gans gestohlen“ vierhändig auf dem Klavier. Pauline Greta Bruns interpretierte auf dem Klavier eine Version des Traditionals „Scarborough Fair“. Die vierköpfige Singgruppe (Pauline Greta Bruns, Aliya Hagemeier, Anika Naumann, Tabea Spielmann) unter der Leitung von Thomas Klein begeisterte das Publikum mit dem Schlager „Marmor, Stein und Eisen bricht“. Seit einem Jahr haben Evelin Kramer und Pia Homberger erst Akkordeonunterricht.

Selbst komponiertes Stück

Auf ihren lila- und türkisfarbenen Instrumenten boten sie gemeinsam mit ihrem Lehrer Oliver Jordan das Lied „Old Mc Donald“ dar. Katharina Schaal hatte sich etwas Kirchliches ausgesucht und spielte den Choral „Lobe den Herren“ auf dem Klavier. Anneke Schlußnus überraschte das Publikum mit einem selbst komponierten Stück, das durch abwechslungsreiche Motive gefiel. Auch Marius Auer und Arni Derr lernen Akkordeon. Oliver Jordan spielte die dritte Stimme zu ihrem Stück „Mein Drachen“. Hannah Weber widmete sich dem ersten Präludium aus dem Wohltemperierten Klavier von Johann Sebastian Bach.

Anna Nordmann packte ihre Klarinette aus und bezauberte das Publikum mit dem Traditional „My wild Irish Rise“, begleitet vom Pianisten Thomas Klein. Den rhythmischen Schlusspunkt des Konzerts setzten die Geschwister Finn-Lennard Theiß und Noah Theiß mit einem wirkungsvollen Schlagzeugduett.

Von Dorothea Grebe

Quelle: HNA

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