Bläserkorps feiert am Sonntag sein 50-jähriges Bestehen – 1963 erste Übungsstunde im Gasthaus Brand in Loshausen

Die musikalischen Botschafter der Jäger

1996 auf der Insel Rügen: Auftritt des Bläserkorps Hubertus Ziegenhain in Schwälmer Tracht im Jagdschloss Granitz. Fotos: Grede 

Schwalm. Das Jagdhornbläserkorps Hubertus Ziegenhain feiert am Sonntag, 16. Juni, sein 50-jähriges Bestehen. Ab 11 Uhr laden die Jagdhornbläser zu einem großen Jubiläumsfest an die Eichwaldhütte in Neukirchen ein.

Das Jagdhornbläserkorps Hubertus Ziegenhain ist eine Abteilung des Kreisjagdvereins Hubertus Ziegenhain und wurde am 9. Februar 1963 in der Gaststätte Brand in Loshausen gegründet, so der Obmann der Jagdhornbläser Stefan Völker.

Gründungsmitglieder waren Heinz-Friedrich Albert, Heinrich Thamer, Ludwig Arnold, Georg Blumenauer, Georg Prüssing, Hans Merle, Klaus Klöpper, Erwin Möbus, Heinrich Herbst, Wilhelm Wehmeyer. Übungsstunden fanden erst im Gasthaus Brand in Loshausen später in der Alten Schule und dann im DGH in Riebelsdorf statt. Erster Übungsleiter war Heinrich Herbst aus Lischeid. Korpsleiter Karl-Heinz Mendelson komponierte eigens für die Bläser den Schwälmer Jägermarsch, Schwälmer Jägerruf und den Gruß aus der Schwalm. Aktuell leitet das Korps Zdenek Kindl.

Gerade in den Anfängen nahmen die Schwälmer Bläser an vielen Wettbewerben teil, die am Jagdschloss Kranichstein (Darmstadt) stattfanden. 1971 errangen sie dabei den ersten Platz beim Landeswettbewerb.

Auch überregional war das Bläserkorps aktiv, zum Beispiel bei der Internationalen Gartenschau 1983 in München, 1987 bei der 750 Jahrfeier in Berlin und bei dem Internationaler Bläserwettbewerb im Olympiastadion mit 1300 Jagdhornbläser und 50 000 Zuschauern

Geblasen werden die Fürst-Pless-Hörner (kleine Jagdhörner) und die Parforcehörner (große Jagdhörner). Es werden damit Jagdsignale, Todsignale und jagdliche Musikstücke wie Märsche oder Fanfaren geblasen. Das Jagdhornbläserkorps repräsentiert den Kreisjagdverein musikalisch zum Beispiel bei Dorfjubiläen, Köhlerfest, Festzügen, Tag der offenen Tür der Forstämter oder des Wildparks, Teilnahme an Hessentagen etc. Es organisiert Jägergottesdienste und Konzerte und pflegt das jagdliche Brauchtum. Zudem wird den Mitgliedern des Kreisjagdvereins zu runden Geburtstagen ein Ständchen geblasen und verstorbenen Jägern am Grab das letzte Halalli. (syg)

Quelle: HNA

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