Musikschule: Idee für neuen Standort in Homberg

Als Standort vorgeschlagen: Die ehemalige Druckerei sei der ideale Standort für die Musikschule, schlägt die FWG vor. Auf eine gute Lösung am Marktplatz 15 hofft die Leiterin der Musikschule, Inga Klöpfel. Foto: 1 Thiery/1 privat

Homberg. Die FWG Homberg hat Sorge, dass die Kreis-Musikschule die Stadt verlassen könnte und spricht von einem Umzugschaos, dass beendet werden müsse. Homberg müsse ein deutliches Zeichen setzen, damit die Musikschule in der Stadt bleibt.

Als idealen Standort hat die FWG die alte Druckerei im Bindeweg ausgemacht. Allerdings trägt sich die Musikschule gar nicht mit dem Gedanken, Homberg zu verlassen, sagt die Leiterin, Inga Klöpfel auf HNA-Anfrage und betont: „Wir wollen in Homberg bleiben!“

Jahrzehntelang habe die Musikschule ihren festen Sitz am Homberger Busbahnhof gehabt, so die FWG. Im Herbst 2014 wurde das Gebäude von der Stadt verkauft und die Musikschule zog in die Pfarrstraße um. Nach nur einem Jahr gebe es einen erneuten Wechsel. Es seien Investitionen in Sachen Akustik und Brandschutz nötig hatte die Musikschule mitgeteilt (wir berichteten). Deshalb zog die Musikschule in die Räume des ehemaligen Jugendzentrums in der Untergasse. In der neuen Unterkunft, die nur eine Übergangslösung sei, laufe es besser als gedacht, sagt Klöpfel. Auch wenn man derzeit drei Räume weniger zur Verfügung habe. Von einem Umzugschaos könne nicht gesprochen werden: „Es gab viel Arbeit und es hat auch Nerven gekostet, doch lief alles reibungslos“, betont sie. Sie freue sich auf den nächsten Umzug in zwei Jahren, dann - so der Plan - werde die Musikschule langfristig am Marktplatz 15 unterkommen.

Dort stünden aber nur 540 Quadratmetern Grundfläche für die Volkshochschule, die Starthilfe, das Familienzentrum, die Elternschule, den Tageselternverein und eben auch die Musikschule zur Verfügung, kritisiert die FWG. Wie das alles dort Platz finden soll, was das kostet und vor allem wann das fertig werde, stehe noch nicht fest. Bisher habe die Stadt das Haus nur gekauft. Das seien unhaltbare Zustände, so die FWG weiter. Klöpfel kann sich die Musikschule in dem Fachwerkhaus am Marktplatz aber gut vorstellen. „Wir hoffen auf eine gute Umsetzung. Wollen aber zwischenzeitlich nicht noch mal umziehen“, stellt sie klar.

Eine bessere Lösung für die Musikschule sieht die FWG in der Alten Druckerei im Bindeweg: große, helle Räume, statisch belastbar, mit wenig Nachbarschaft, dazu verkehrsgünstig gelegen und leicht erreichbar. Außerdem seien Schulen in der Nähe. Hinzu komme, dass das Haus leer stehe und ohnehin eine neue Nutzung benötige.

Diese Idee sei für sie neu und der Standort ob der Nähe zur THS ein Argument, sagt Klöpfel. Doch wäre auch ein Neubau auf dem ehemaligen Ulrich-Gelände toll, fügt sie an. Allerdings sei das auch immer eine Frage des Geldes.

Die FWG hofft für die alte Druckerei auf Fördergeld, da sie im Gebiet „Stadtumbau West“ liege, und fordert den sofortigen Planungsbeginn.

Das sagt Bürgermeister Dr. Nico Ritz

Es sei gut, dass nun offenbar alle Parteien der Meinung seien, dass für die Musikschule etwas getan werden muss, so Bürgermeister Dr. Nico Ritz. Es könne aber weder von einem Umzugschaos noch von unhaltbaren Zuständen gesprochen werden. Es habe intensive Gespräche mit der Leitung der Musikschule gegeben und es sei allen klar, dass es sich bei dem Standort in der Untergasse um eine Zwischenlösung handele. Den Standort ehemalige Druckerei finde er interessant und habe schon darüber nachgedacht, doch habe er diese Überlegung aus Kostengründen schnell wieder verworfen. Auch sei ein barrierefreier Umbau bei diesem Gebäude aufwendig. Fakt sei aber, dass das Haus derzeit nicht im Fördergebiet Stadtumbau West liege.

In Kürze

In der vergangenen Stadtverordnetensitzung haben die Parlamentarier einen Entwurf für das neue Fördergebiet Stadtumbau West 2016 festgelegt, in dem unter anderem die ehemalige Druckerei enthalten ist. Zuvor war dieser Bereich nicht im Fördergebiet. Der neue Entwurf muss noch genehmigt werden.

Quelle: HNA

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