Es muss blinken und hupen

Modellbauer Gerd Burghard aus Gudensberg hat die Alpen nachgebaut

Gudensberg. Ohne viele kleine Details geht nichts mehr - davon ist Gerd Burghard  überzeugt. Die Eisenbahn soll schnaufen, die Kirchturmglocke läuten und Feuerwehrautos sollen blinken. All die Kleinigkeiten hat der Modellbauer aus Gudensberg in sein neuestes Werk eingebaut. 

Jetzt ist der Modellbauer das erste Mal mit seinem Alpen-Diorama auf einer Messe gewesen.

Im Jahr 2006 habe er mit dem Bau begonnen, erzählt der Rentner, der in der neuen Modellbaulandschaft Täler, Berge und kleine Dörfer abgebildet hat. Dabei seien die Häuser, Berge und Straßen keinesfalls originale Nachbildungen, vielmehr seien sie seiner eigenen Fantasie entsprungen. Er sei oft in der Region zwischen Italien, Österreich und der Schweiz im Urlaub gewesen, seine Eindrücke habe er dann in die Gestaltung einfließen lassen.

Viele kleine Geschichten

Jede kleine Szene erzählt bei Burghard eine Geschichte - sei es die Polizei, die einen Autofahrer anhält und kontrolliert oder gar die Aufführung des Theaterstücks im Hof der Burg. Der Modellbauer hat versucht, Gerd Dudenhöffer in seiner Rolle als Heinz Becker darzustellen.

Nach acht Jahren fertiggestellt: Die Ideen für das Alpen-Diorama hat Gerd Burghard von seinen Urlaubsreisen mitgebracht.

Auch Feuerwehr und Winterräumdienst fahren auf den Straßen - natürlich mit Blinklicht. Die Motoren hat der Gudensberger selbst in die Autos eingebaut. Die fertigen Versionen waren ihm zu teuer.

Diese Detailverliebtheit kostet Zeit und viel Geduld: Alleine an dem gelben Alpenhotel habe er fast vier Wochen gebastelt, geklebt und gemalt, berichtet Burghard.

Außerdem müsse dabei alles flexibel bleiben. Die einzelnen Teile sind gesteckt, sodass Burghard das gesamte Modell auf der 4 mal 1,20 Metern großen Bodenplatte in gut zwei Stunden auf- und abbauen kann. Schließlich will er sein Modell auch regelmäßig auf Messen ausstellen. Dazu muss alles in ein normales Auto passen.

Wenn Gerd Burghard in seinem Alpen-Diorama Hochbetrieb haben möchte, kann er insgesamt zehn Autos und drei Züge in Betrieb nehmen. Dann sind auch die Häuser beleuchtet. Außerdem schnaufen die Lokomotiven und man hört die Kirchturmglocke läuten.

Von Benedikt Dittrich

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Foto: Dittrich

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