Im Homberger Café SolaNova

Mutiger Selbstversuch: Bräune aus der Sprühdose

Bräune aus der Sprühdose: HNA-Mitarbeiterin Svenja Ebert startete einen Selbstversuch im Café SolaNova in Homberg.

Homberg. Bräune aus der Sprühdose: HNA-Mitarbeiterin Svenja Ebert startete einen Selbstversuch. Ihre Befürchtung: Danach auszusehen wie eine "gescheckte Kuh". Ihr Erfahrungsbericht:

Ich gebe es zu: Ein bisschen mulmig ist mir zumute, als ich das Café SolaNova in Homberg betrete. Denn ich möchte dort nicht nur einen Espresso genießen, sondern zum ersten Mal das Phänomen der Sprühbräune (engl. Spray Tanning) testen.

Inhaberin Valentina Parfenova empfängt mich. Sie weiß aus Erfahrung, dass viele Kunden vor der Behandlung nervös sind. Im Anschluss seien sie aber sehr zufrieden mit dem Ergebnis, sagt sie.

Für acht Euro lasse ich mir mein Gesicht und Dekolletee mit dem braunen Wirkstoff verschönern. Valentina Parfenova klärt mich auf, dass sie die Bräune anhand einer Pistole etwa vier Minuten lang auf meinen Körper sprüht und gleichmäßig verteilt.

Sie bietet mir vier verschiedene Farbtypen - die Palette reicht von Nordisch bis Brasilianisch - an. Ich entscheide mich für die hellste Farbe, den nordischen Typ. Schließlich soll der Kontrast zu meiner hellen Haut nicht allzu stark sein.

Vor dem Besuch des Solariums testet das Team auch den Hauttypen der Kunden. Insgesamt gibt es im Café SolaNova acht Räume mit Sonnenbänken. Die Sprühbräune wird aber nur in einer speziellen Kabine und von der Chefin persönlich aufgetragen.

„Viele Kunden nutzen das Angebot Sprühbräune vor allem vor Veranstaltungen. Wenn sie zum Beispiel eine Hochzeit oder Geburtstagsfeier besuchen, wollen meine Kunden mit einem dunklen Teint begeistern.“ erklärt mir die Expertin. In diesen Fällen besprüht sie den gesamten Körper mit dem Wirkstoff. Im Gegensatz zur Sonnenbank funktioniert dieses Angebot nämlich kurzfristig, hält aber nur wenige Tage an.

Allergietest ohne Reaktion 

Gleich bei der Anmeldung habe ich einen Allergietest gemacht, meine Haut zeigt keinerlei Reaktionen. Darum steht einer Behandlung nichts mehr im Wege. Trotzdem schleicht sich das Bild einer gefleckten Kuh vor mein geistiges Auge. Kann ich mich nach diesem Abend noch in der Öffentlichkeit blicken lassen?

Um meine Kleidung vor der dunklen Farbe zu schützen, lege ich ein Handtuch um meinen Oberkörper. Auch eine Haube für den Kopf darf nicht fehlen. „Schließlich müssen wir deine Haare vor dem Nebel schützen.“ erklärt mir die Behandlerin ermutigend.

Es dauert nur wenige Minuten, in denen mich die beim Sauna-Bund ausgebildete Geschäftsführerin mit dem angenehm kühlen Wirkstoff besprüht.

Ich drehe und wende mich im Kreis und schließe gelegentlich meine Augen. Es fühlt sich beinahe wie eine sanfte Massage an. Das Ergebnis ist erstaunlich: Statt einer fleckigen und klebrigen betrachte ich eine ebenmäßig „gebräunte“ Haut. Man könnte meinen, ich käme aus dem Karibikurlaub.

Von wegen gescheckte Kuh 

Meine Erwartungen und Ängste, mich am Abend nicht mehr in der Öffentlichkeit sehen lassen zu können, werden zum Glück nicht erfüllt. Im Gegenteil: Von wegen gescheckte Kuh! Nach der Behandlung gehe ich in aller Ruhe mit meinen Freundinnen im nächsten Restaurant essen - sie sind begeistert von meinem neuen Teint.

"Spray Tanning“ (dt. Sprühbräune) ist eine Bräunungsmethode aus den USA. Die Technik aus den 1980er Jahren wurde früher von Bodybuildern vor Wettbewerben genutzt, heute liegt sie bei Models und Stars voll im Trend. Sprühbräune verspricht einen gesunden Teint, ohne der Haut zu schaden. Während der Behandlung wird ein feiner Sprühnebel auf getragen. Die in den Bräunungslotionen enthaltenen Zuckerstoffe verbinden sich mit den Aminosäuren der Haut und bilden braune Pigmente. Die Sprühbräune hält je nach Hauttyp in der Regel sieben bis zehn Tage. Nach etwa 24 Stunden soll das endgültige Ergebnis sichtbar sein.

Die UV-freie Variante ist laut Hersteller die gesunde Alternative zum Sonnenbaden. Für Personen mit Hauterkrankungen oder Schwangere wird empfohlen, vor der Behandlung mit dem Arzt zu sprechen.

Von Svenja Ebert

Quelle: HNA

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