Mutmachlieder in C-Dur

Heiterer Abend: Die Ziegenhainerin Stefanie Klöpfel und Comedian Jens Heinrich Claassen bekamen vom Publikum reichlich Applaus. Fotos: Heist

Frielendorf - Beste Laune verbreitete Comedian Jens Heinrich Claassen am Freitagabend im Schützenhaus in Leimsfeld. Gekleidet in Bambi-T-Shirt (sein Markenzeichen), Jeans und Sneakers betrat der in Düsseldorf lebende Münsteraner die Bühne und nahm am E-Piano Platz. Vor 120 Gästen präsentierte er sein aktuelles Programm „Mama findet’s lustig“, das vom Publikum begeistert aufgenommen wurde und für herzhaftes Lachen sorgte.

Sichtlich Spaß bei seinem Auftritt in Leimsfeld hatte Comedian Claassen, nicht nur wegen des guten Essens seiner Gastgeber, wie er betonte. „Bei anderen Künstlern muss man viel zahlen. Meine Eltern bezahlen viel Geld dafür, dass ich hier heute spielen darf“, erklärte er, bevor er Lieder wie „Ich will Künstler sein“ und Anekdoten aus seinem Singleleben zum Besten gab: „Ich wollte letztes Jahr eigentlich heiraten, aber meine Braut hat mich vor dem Altar sitzen lassen. Wir haben dann überlegt, ob wir mit allen gemeinsam noch ‚Danke, für diesen guten Morgen‘ singen sollen“.

Spieleabend und Rösler

Mutmachlieder nennt Claassen seine meist in C-Dur erklingenden Stücke, in denen er auf humorvolle Weise seine Abneigung gegenüber Spieleabenden mit befreundeten Pärchen bekundet, über zwischenmenschliche Beziehungen berichtet oder sich über seine Vorliebe für technische Geräte auslässt. Zeilen wie „Spieleabende brauch ich so sehr, wie Westerwelle den Philipp Rösler“ und „Mein iPhone hat ‘ne Schramme, wie soll jetzt mein Leben weitergeh‘n?“ kamen beim Publikum an. Die 120 Zuhörer schunkelten, klatschten und sangen begeistert mit, und sie bedachten den bereits vielfach ausgezeichneten Comedian am Ende seines Programmes mit stehenden Ovationen und anhaltendem Applaus. Mit Spannung erwartet und vom Publikum begeistert aufgenommen wurde nach der Pause der Auftritt von Stefanie Knöpfel aus Ziegenhain.

„Mein Name ist Steffi - einfach Steffi“, stellte sie sich bescheiden vor. Mit gekonnten Parodien von Angela Merkel und Ilse Aigner zum Thema Fettreduzierung sorgte die junge Schwälmer Komödiantin für überaus heitere Stimmung im Leimsfelder Schützenhaus. „Wie wird man eigentlich fettreduziert? Muss das Schwein vorher auf Diät?“, fragte sie schelmisch und bewies ganz nebenbei ihr Talent für Hessisch, Bayerisch, Sächsisch und Schwäbisch: „I glaub deswege könne die aach Stuttgart 21 net leide. Das könne die net verniedliche.“

Kerstin Heist

Quelle: HNA

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