Skulptur von Siegfried Böttcher verkörpert Lebensspenderin

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Eine imponierende Statue, die Fruchtbarkeit symbolisiert: Freunde, Bekannte und Kunstinteressierte waren am Samstag zur Enthüllung der Muttergöttin von Siegfried Böttcher in die Gärtnerei Härtl nach Niedenstein gekommen.

Niedenstein. Mit einer imposanten Skulptur, die der Kasseler Steinmetz und Bildhauer Siegfried Böttcher aus einem 3,5 Tonnen schweren Sandsteinblock geschaffen hat, schmückt sich jetzt die Gärtnerei Härtl in Niedenstein.

Am Wochenende kamen Freunde, Bekannte und Kunstsinnige auf das Gelände der Gärtnerei, um gemeinsam mit Karl-Heinz Härtl und Siegfried Böttcher die „Muttergöttin“ zu begrüßen. Beide enthüllten gemeinsam die 1,80 Meter große Statue, die der Kasseler Künstler im Auftrag von Härtl gefertigt hat und die von nun an auf dem Gelände zu sehen ist.

Als der Künstler und der Auftraggeber im vergangenen Jahr zusammentrafen, um die seit langem gehegte Idee von Härtl für die Figur umzusetzen, hatte es zwischen den beiden sprichwörtlich gefunkt. „Siegfried Böttcher wusste genau, was ich wollte“, sagte Härtl.

Er hatte bereits vor Jahren den Wunsch, der Mutter Erde seinen Dank auszusprechen und stellte sich dabei ein Kunstwerk vor, das die Eigenschaften der Erdgöttin als Lebensspenderin, Verkörperung der Fruchtbarkeit und den Kreislauf des Lebens in sich vereint.

Und so entstand aus dem Steinblock in etwa acht Wochen eine Figur, die weiblicher kaum sein könnte. „So eine große Dame habe ich noch nie gemacht. Es war eine Herausforderung“, sagte Böttcher.

Dabei ist der nackte Frauenkörper mit seinen großen Händen, Brüsten, Pobacken alles andere als pornografisch oder obszön. Vielmehr strahle sie durch die einer Göttin entsprechende Überhöhung der Dimensionen ihrer körperlichen Ausprägung Schönheit und Liebreiz aus, sagte Markus Exner, Theaterleiter der Komödie Kassel, in seiner Laudatio. Die Erd- und Muttergöttin sei eine Göttin, die nicht rund in sich ruhe, sondern sich erhebe, in Bewegung sei und sogar einen Schritt auf den Betrachter zu gehe.

Von Christl Eberlein

Quelle: HNA

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