Weiße Rosen am Muttertag

Stadtkapelle Naumburg zieht bei beeindruckender Vorstellung alle Register

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Wurden geehrt: (von links) Florian Draude, Jürgen Hartung, Hans-Joachim Köstler, Tobias Draude, Jana Wenzel und Andreas Jacobi von der Stadtkapelle Naumburg. Daneben (von links) Vorsitzender Martin Draude, stellvertretender Vorsitzender Matthias Giesewetter und Reinhard Tent, Bezirksvorsitzender des Hessischen Musikverbandes. 

Naumburg. "Wow, was für ein Konzert!". war die einhellige Meinung der etwa 450 Besucher am Sonntagnachmittag im Haus des Gastes in Naumburg.

Die Stadtkapelle Naumburg zog alle Register, um das zweieinhalbstündige Muttertags-Konzert zu einem unvergesslichen Erlebnis für das Publikum werden zu lassen.

Dirigent Heinz Roth, der auch ein unterhaltsamer Moderator war, legte gleich zu Anfang mit seiner Kapelle mit dem Konzertmarsch „Salemonia“ die Weichen zu einem mitreißenden Konzertnachmittag. Polkamusik, Dixieland und ein erneuter Marsch gab es abwechselnd vor der Pause. Doch einfach nur spielen kann jede Kapelle. Die Stadtkapelle Naumburg dagegen sprühte nur so von lustigen Einfällen. Erst einmal verbreiteten Andreas und Katharina Jacobi mit einer Gesangseinlage bei der Polka „Omama und Opapa“ gute Laune im Saal. Gleich darauf konnten die Zuschauer aktiv mitarbeiten und sogar etwas gewinnen, wenn sie die Anzahl der Titel in dem nächsten Stück „Instant Concert“ erraten würden. Es waren 30 Titel, wie Heinz Roth nach dem Stück verriet. Eine Dame aus dem Publikum war mit der Zahl 29 nahe dran und damit die Gewinnerin. Der nächsten Gag kam von den Trompetern. Zur Erheiterung des Publikums spielten sie nur mit den Mundstücken der Trompeten die „Mouthpiece Mania“.

Mouthpiece Mania: Einen besonderen Gag leisteten sich die Trompeter, die nur mit dem Mundstück der Trompeten Melodien spielten.

Nach der Pause zeigte die Stadtkapelle Naumburg, dass sie sich um den Nachwuchs keine Sorgen zu machen brauchen. Das zwölfköpfige Jugendorchester spielte drei Stücke mit jugendlichem Eifer und viel Lampenfieber. Das Publikum honorierte die Einlage der jungen Musiker mit viel Beifall. Vorsitzender Martin Draude sagte, dass es wichtig sei, die Jugend musikalisch zu unterstützen und sie auch durch Auftritte zu bestärken. Den restlichen Teil des Nachmittags bestritt wieder das große Orchester. Doch zuerst verteilten Kinder je eine weiße Rose an die Frauen im Saal. Eine nette Geste, die nicht nur beim weiblichen Publikum gut ankam.

Bis auf das gemeinsame Singen des Volksliedes „Kein schöner Land“ ging es anschließend um Schlager, Popmusik und Filmmusik. Dazu eine visuelle Zugabe auf einer Leinwand mit Ausschnitten aus Walt-Disney-Filmen. Das brachte sogar die hibbeligen Kinder in der ersten Sitzreihe für einen kurzen Moment zum Stillsitzen. Dafür hielt es die Erwachsenen beim letzten Stück nicht mehr auf den Stühlen. Beim Marsch „Berliner Luft“ standen alle auf und klatschten im Rhythmus mit. Nach den obligatorischen Zugaben bedankte sich das begeisterte Publikum mit stehenden Ovationen für ein großartiges Muttertags-Konzert.

Quelle: HNA

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