Verein hat heute 75 Mitglieder

Nabu Körle setzt sich seit 30 Jahren für Naturschutz ein

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30 Jahre Nabu Körle: von links Seniorumwelttrainer Gottfried Maßmann, Vorsitzende Susanne Johannsmann, Achim Gagalik, Maria Beier, Heinrich Kirschner und Bürgermeister Mario Gerhold sind seit vielen Jahren im Verein und setzen sich für den Schutz und die Pflege in der Körler Gemarkung ein.

Körle. Streuobstwiesen, der Naturlehrpfad und Feldholzinseln sind einige der Projekte, die der Ortsverband Nabu Körle in den 30 Jahren seines Bestehens realisiert hat. So sorgen die Mitglieder in Körle und Umgebung für eine naturnahe Landschaft.

Die Artenvielfalt der heimischen Flora und Fauna zu erhalten und die Lebensumstände zu verbessern, ist das Ziel des Nabu. Am Wochenende präsentierte sich die Körler Ortsgruppe beim Fuldaradeln mit einem Informationsstand und einem fotografischen Rückblick auf ihre Arbeit.

Die Anfänge

Die Geburtsstunde des Nabu geht auf Bürgermeister Mario Gerholds Interesse für den Naturschutz zurück. Gemeinsam mit dem damals 17-jährigen Achim Gagalik, früherer Natur- und Vogelschutzbeauftragter der Region, gründete er die Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltschutz Körle. 13 Leute nahmen an der ersten Sitzung der AG teil, heute hat der Verein etwa 75 Mitglieder und ist Ortsgruppe des Nabu-Schwalm-Eder.

„Bei der Wahl zum ersten Vorsitzenden mussten wir damals erneut wählen, da Mario für das Amt zu jung war“, sagte Maria Beier. Beier war von Anfang an mit dabei und obwohl sie jetzt nicht mehr in Körle wohnt, ist sie bei jeder Aktion aktiv. „Wenn man auf dem Dorf wohnt, ist Gartenarbeit nun mal das Naheliegendste, doch am schönsten ist die Gemeinschaft in den Aktionen“, sagte die Lehrerin im Ruhestand.

Die Aktionen

Dazu gehört der Natur- und Lehrgarten, den die Gruppe 1988 anlegte, oder die sogenannten Benjeshecken, die aus Totholz neue Lebensräume und gute Wuchsbedingungen für Holunder oder Weißdorn schaffen. Dazu gehörte auch die Bepflanzung des Friedhofs. Jeder hat im Verein sein Fachgebiet. Heinrich Kirschner ist Vogelschutzbeauftragter und bringt die vor Waschbären, Mardern und Katzen gesicherten Brutkästen für Vögel an. Zu den jährlichen Aktionen gehört auch das im September stattfindende Apfelsaftpressen, bei dem die Körler ihre Äpfel vorbeibringen können.

Die Aufklärungsarbeit

Gottfried Maßmann und Renate Heitmann kümmern sich als erste Seniorenumweltbeauftragte um die Aufklärung über Natur für Kinder. Acht Jahre leiteten sie die Umwelt-AG in der Körler Grundschule. „Heute begleiten wir Kinder in der Übergangszeit vom Kindergarten in die Grundschule und machen Geländeexkursionen oder Kochtage mit Zutaten, die wir vorher gesammelt oder geerntet haben“, sagte Josefa Hühner.

Aufklärungsarbeit leistet die Ortsgruppe auch durch Vorträge, die sie meist im Winter organisieren. „Der Nabu Körle ist mit seinen Veranstaltungen einer der aktivsten Vereine im Ort, was hoffentlich auch noch lange so bleibt“, sagte Bernd Rohleder, der Sprecher der Vereinsgemeinschaft Körle.

Quelle: HNA

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