Naturschützer kritisieren, dass Datenmaterial für Bestände von verschiedenen Tierarten veraltet sei

Nabu: Pläne für A 49-Weiterbau neu prüfen

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Nabu: Pläne für A 49-Weiterbau neu prüfen

Schwalm. Der Naturschutzbund (Nabu) Hessen fordert, die nach europäischem Naturschutzrecht notwendige artenschutzrechtliche Verträglichkeitsprüfung zu den Planungen für den Weiterbau der A 49 von Treysa nach Stadtallendorf zu wiederholen.

„Die artenschutzrechtlichen Datengrundlagen sind veraltet, und die Trasse verläuft weitgehend in Taburäumen des Naturschutzes“, sagte Nabu-Landesgeschäftsführer Hartmut Mai.

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Dies sei ein schwerer Verfahrensfehler. Zudem sei die Alternativtrasse zwischen Mengsberg und Momberg nicht ernsthaft geprüft worden. Die Erhebungen zur Tierwelt entlang der Trasse zeigten veraltete Daten zum Laubfrosch sowie fehlende Grundlagen zu Zauneidechse, Schlingnatter und Haselmaus, kritisierte Nabu-Verkehrsexperte Wulf Hahn.

Als großes Versäumnis müsse auch gewertet werden, dass die Alternativtrasse in Richtung Kirchhain überhaupt nicht geprüft worden sei. „Die Variante zwischen Mengsberg und Momberg mit der Weiterführung über Kirchhain zu A 5 bietet sich an“, sagte Hahn – in Sachen Verkehr, Wirtschaft und Naturschutz. (jkö)

Quelle: HNA

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