Identität der Opfer noch unklar

Nach Absturz im Schwalm-Eder-Kreis: Männer waren von der Insel Juist gestartet

Neukirchen. Nach dem Flugzeugunglück mit zwei Toten am Donnerstagnachmittag im Neukirchener Stadtteil Nausis war die Absturzstelle am Freitag weiterhin abgesperrt. Die beiden toten Insassen des Flugzeuges wurden am späten Donnerstagabend aus dem Flugzeugwrack geborgen.

Laut Polizei handelt es sich um zwei männliche Personen. Letzte Aufschlüsse über die Identität der beiden Toten soll am Montag eine Obduktion ergeben.

Aktualisiert um 13.50 Uhr

Die Männer waren mit dem Kleinflugzeug auf der Insel Juist mit Zielort Flugplatz Aalen-Elchingen (Baden-Württemberg) gestartet. Bei dem Flugzeug handelt es sich um ein Ultraleichtflugzeug. Die Bergung der Leichen am Donnerstagabend hatte sich schwierig gestaltet. Es musste zuvor das Sicherheitssystem der Maschine deaktiviert werden. Das ist eine Art Rettungsfallschirm für das gesamte Flugzeug, der durch eine Antriebsrakete gesteuert wird.

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Aus Sorge um die eigene Sicherheit hatte es die Feuerwehr abgelehnt, die Rakete zu bergen. Es sei nicht klar gewesen, in welchem Zustand sich das Gerät befand, erklärte Neukirchens Stadtbrandinspektor Torsten Hertel. Nach Rücksprache mit einem Sachverständigen habe ein Polizeibeamter die Rakete aus dem Wrack geborgen. Zu seiner Sicherheit stand ein Rettungswagen bereit.

Warum das Sicherheitssystem nicht auslöste, ist noch nicht bekannt. Ein Zeuge hatte der HNA berichtet, dass er gesehen habe, wie eine Tragfläche am Flugzeug abriss . Die Absturzursache ist zurzeit nicht geklärt, heißt es von der Polizei. Zur Dokumentation der Unfallstelle war ein Hubschrauber im Einsatz gewesen. Beauftragte der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) sowie ein Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Marburg hatten vor Ort die Ermittlungen aufgenommen. Die Wrackteile barg am Freitag das THW Homberg. Sie sollen weiter untersucht werden.

An der Absturzstelle waren am Donnerstag Rettungsdienst, ein Notarzt und Polizeikräfte im Einsatz gewesen. Die Feuerwehren aus Neukirchen und Nausis waren mit 27 Einsatzkräften vor Ort. Ein Notfallseelsorger leistete ihnen bei ihrem schwierigen Einsatz Beistand.

Von Sylke Grede

Bilder von der Absturzstelle

Flugzeugabsturz im Schwalm-Eder-Kreis

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Hessennews.TV

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