Qualm beschädigte Technik

Nach Brand in Fritzlarer Cine-Royal: Drei Monate kein Kino

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Ist drei Monate geschlossen: Das Cine-Royal in Fritzlar.

Fritzlar. In den kommenden drei Monaten bleiben die Türen des Cine-Royal geschlossen. Bei einem Schwelbrand im Vorführraum wurde die Technik zerstört.

Die komplette Vorführ- und Tontechnik des Kinos ist betroffen. Deshalb rechnet Matthias Walther, Eigentümer des Kinos mit einer Wiedereröffnung im Mai.

Der Schwelbrand war nach Angaben der Polizei in der Nacht vom 20. auf den 21. Februar im Bereich eines Mülleimers und eines Sofas ausgebrochen. Bemerkt wurde der Brandgeruch von einer Reinigungskraft, als sie gegen 8 Uhr ins Kino kam. Ein Mitarbeiter stellte fest, dass der Geruch aus dem Vorführraum kam. Dort bemerkte er ein kleines Feuer, das er mit Wasser löschte.

Doch die Folgen waren für das Kino katastrophal. Der Qualm hatte sich über Beamer, Computer, Ton- und 3-D-Anlage des Vorführraums gelegt und die Wände mit Ruß überzogen. Durch die Hitze waren Kabel und Plastik verschmort und hatten giftige Gase gebildet. Dadurch wurde die Technik für alle sieben Kinosäle zerstört, so Walther.

Entsorgung: Mitarbeiter einer Spezialfirma transportieren die verschmorten Geräte aus dem Vorführraum des Cine Royal in Fritzlar ab. Ein Schwelbrand hatte den Raum zerstört. 

Weil der Vorführraum mit Brandschutztüren gesichert ist und eine eigenständige Einheit bildet, seien die Säle und das Foyer des Kinos nicht in Mitleidenschaft gezogen worden. Nur im Bereich des Bistros seien Reparaturen nötig, erklärt Walther.

Über die Brandursache kann die Polizei noch keine Aussagen machen. Nach Angaben der Kripo ist eine vorsätzliche Brandstiftung ausgeschlossen. Wie es bei Bränden dieser Art üblich ist, sei zurzeit noch ein Sachverständiger der Versicherung dabei, nach den Brandursachen zu suchen, erklärte die Kripo Homberg auf Anfrage. Der Schaden beläuft sich nach Schätzungen des Kinobetreibers auf mehrere 100.000 Euro.

Damit das Kino in drei Monaten wieder geöffnet werden kann, würden im Augenblick die zerstörten Geräte von einer Spezialfirma abgebaut, der Vorführraum gesäubert, die Wände gerichtet und neu verputzt sowie der Fußboden neu verlegt. Darüber hinaus würden Angebote für die Film- und Tontechnik eingeholt und mit der Versicherung abgesprochen.

Unberührt von den Folgen des Brandes bleiben die Beschäftigten. Nach Angaben von Walther werde keinem der 16 Festangestellten und 50 Aushilfen gekündigt. Auch würden in der dreimonatigen Schließzeit die Löhne weiter gezahlt. Über die Homepage und Facebook will der Kinobetreiber über die Baufortschritte informieren.

Quelle: HNA

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