Neues Gebäude soll entstehen

Nach Brand: Stadt kauft das Ratskeller-Grundstück in Niedenstein

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Der Ratskeller in Niedenstein.

Niedenstein. Das Ratskeller-Grundstück in Niedenstein wird von der Stadt gekauft. Das ist der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung. Das Gebäude war 2017 abgebrannt. 

Das Ratskeller-Grundstück in Niedenstein wird von der Stadt gekauft. Das haben die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Donnerstag beschlossen. Laut Bürgermeister Frank Grunewald könnte die Stadt bereits im Sommer Eigentümerin sein.

Auf dem Grundstück soll ein neues Gebäude entstehen, das anschließend wieder verkauft werden könnte, so das Parlament. So könne man dafür sorgen, dass sich das neue Haus in die Altstadt eingliedere. Das alte Gebäude war bei einem Brand im vergangenen Jahr zerstört worden. Die Verhandlungen über den Kaufpreis für das Grundstück fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Ein Statiker habe der Stadt versichert, dass der Keller aus statischer Sicht in einem guten Zustand sei, sagte Manfred Dittmar (FWG), der den Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses vortrug. Bürgermeister Frank Grunewald gab zu bedenken, dass die Stadt ein freies Grundstück kaufe mit einem schon vorhandenen Keller. Der Abriss sei vier Mal so teuer gewesen wie der nun zu zahlende Preis für das Grundstück. „Die Altstadt wird sich weiterentwickeln, und es muss eine städtebauliche Idee geben“, sagte er.

Dass es eben diese Idee für Sanierung und Wiederaufbau für den Altstadtbereich noch nicht gebe, kritisierte Hartmut Sauer (FWG). „Wir kaufen eine Immobilie, mit der der Eigentümer nichts anfangen kann“, meinte der FWG-Sprecher. Er glaube nicht, dass sich ein Investor findet. Es sei keine Eile geboten, das Grundstück zu kaufen, denn schnell werde es sich nicht wieder verkaufen lassen. Auch Marco Kollmann (SPD) war der Ansicht, dass das Grundstück möglicherweise nicht wieder verkauft werden könne. „Es ist wichtig, dass wir steuern können, was in Zukunft passiert. Aber ein Restrisiko bleibt“, sagte er.

Der abgebrannte Ratskeller sei ein schmerzhafter Verlust für die Stadt. „Er fehlt im Stadtbild“, sagte Jörg Warlich (Grüne). Deshalb müsse die Stadt ein Interesse daran haben, eine Baulücke so zu schließen, dass das neue Objekt in die Altstadt passe. Dennoch sei eine Planung nötig. „Es ist wichtig, dass wir Einfluss auf die weitere Entwicklung nehmen können“, stimmte Roger Kunigkeit (FWG) zu.

Der denkmalgeschützte Ratskeller in der Niedensteiner Altstadt wurde um 1850 als Rathaus mit angeschlossener Gaststätte gebaut und war im Januar vergangenen Jahres bei einem Brand zerstört worden. Laut Polizei waren damals 39 Menschen in dem Haus gemeldet. Bis auf den Keller musste das komplette Gebäude abgerissen werden.

Quelle: HNA

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