Nach der Bürgermeisterwahl signalisieren Fraktionen Zusammenarbeit

Die zwei Liebermanns: Jürgen Liebermann (SPD, links) gewann am Sonntag die Bürgermeisterwahl in Schwarzenborn. Ihm unterlag Marc Liebermann mit 45 Prozent der Stimmen. Foto: Haaß , Repro: hna

Schwarzenborn. Keine schlechte Stimmung herrschte am Tag nach der Bürgermeisterwahl in Schwarzenborn.

Am Sonntag hatte sich Jürgen Liebermann (SPD, 49) mit 55 Prozent der Stimmen gegen Marc Liebermann (CDU, 45) durchgesetzt. Wir sprachen mit den Fraktionen des Stadtparlaments, in dem die SPD die größte Gruppe stellt, CDU und UBL aber gemeinsam die Mehrheit bilden.

Die SPD

Bei der Schwarzenbörner SPD ist die Freude groß. Der SPD-Kandidat habe offenbar gute Überzeugungsarbeit geleistet, sagt Stefan Scheindl. Der SPD-Fraktionssprecher hatte sich das Wahlergebnis „fast knapper vorgestellt“. Die politische Ausgangslage bleibe die gleiche, sagte Stefan Scheindl mit Blick auf die Mehrheitsverhältnisse. Konsens lautet das Stichwort, das er in diesem Zusammenhang nennt. „Wir haben vieles gemeinsam geschafft.“ Eine Blockadepolitik sei nicht mehr „in“ in Schwarzenborn.

Die CDU

Von Niedergeschlagenheit ist in der CDU-Fraktion nichts zu spüren. Für Marc Liebermann hätten nur 69 Menschen weniger gestimmt als für den SPD-Kandidaten, betont Christin Ziegler. Mit 45 Prozent der Stimmen könne man sich sehen lassen, meint die Fraktionssprecherin. Ihre Fraktion sehe es optimistisch. Die CDU setze weiterhin für die Stadt Schwarzenborn auf eine faire und gute Zusammenarbeit mit allen.

Die UBL

„Wir werden weiter versuchen, vernünftig zu arbeiten“, stellte Andreas Lux klar. Er geht mit seinem SPD-Kollegen überein: Es nutze nichts, Blockadepolitik zu betreiben. Dazu sei Schwarzenborn zu klein. Die Vorlage für eine konstruktive Zusammenarbeit müsse der neue Bürgermeister liefern, grundsätzlich solle es aber in Schwarzenborn weiterhin zielführend zugehen, unter streicht der Fraktionssprecher.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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