Nach dem Eurofighter-Unglück

Abfangübung war auch über der Kreisgrenze zu sehen

Schwalm-Eder. In einem neuen Licht erscheint nach dem Luftunglück im Sauerland der Überflug zweier Bundeswehr-Eurofighter und eines Privatjets Anfang des Monats in unserer Region.

Das spektakuläre Geschehen war am Mittwoch, 4. Juni, am Himmel über dem südwestlichen Schwalm-Eder-Kreis zu verfolgen. Im Presse- und Infozentrum der Luftwaffe (Berlin) hatte die HNA erfahren, dass dies ein routinemäßiger Übungsflug gewesen sei. Zeugen etwa aus dem Raum Gilserberg und Bad Zwesten hatten berichtet, dass sie zwei Kampfjets beobachtet hatten. Sie hätten in einem irritierend langsamen Tempo eine kleine Zivilmaschine eng zwischen sich begleitet.

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Bei dem Unfall am Montag bei Olsberg-Elpeer im Sauerland sind am Montag offenbar beide Piloten des Privatjets umgekommen, nachdem sie Berührung mit einem von zwei Eurofightern hatten. Die Kampfjetpiloten waren mit ihren Maschinen unverletzt nach Nörvenich (Kreis Düren) in Nordrhein-Westfalen zurückgekehrt. Von dort stammten auch die in unserer Region gesichteten Eurofighter.

Seit dem Unglück von Olsberg ist klarer, was der konkrete Zweck solcher Trainingsflüge mit einem Ziviljet ist. Offenbar geht es um Abfangübungen, um auf die Verletzung deutschen Luftraums reagieren zu können. (aqu)

Quelle: HNA

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