Nach Jahren auf der Hutzelkirmes: Schausteller Andreas Walldorf nicht dabei

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Spaß auf der Hutzelkirmes: Unser Archivbild entstand in der Treysaer Lehmkaute im Jahr 2008.

Treysa. Andreas Walldorf hat in Treysa Freunde gefunden. Kein Wunder, kommt doch der Gießener Schausteller mit seinen Fahrgeschäften seit vielen Jahren zur Hutzelkirmes auf den Festplatz in der Lehmkaute. In diesem Jahr ist Walldorf aber nicht mit einem Karussell vertreten,

Schon sein Vater und sein Großvater - Walldorf führt den Betrieb in sechster Generation - stets begeistert von der Hutzelkirmes in der Schwalm gewesen seien, wie er unserer Zeitung berichtete.

„Mein Großvater wurde für 120 Jahre geehrt. So lang waren wir damals schon mit den Fahrgeschäften Gast in Treysa“, erzählt er. Seine Mutter, die aus dem Vogelsbergkreis stammte, habe immer gute Verbindungen in die Schwalm gepflegt und das auch ihren Kindern weitergegeben. Als größter mittelhessischer Schaustellerbetrieb sei man in Treysa eine „feste Größe“ gewesen. Insbesondere in den 1980er Jahren sei die Kirmes ein Publikumsmagnet gewesen. „Wir hatten ein Kinderkarussell mit 120 Plätzen. Dort haben wir manchmal zu fünft vor der Fahrt Chips eingesammelt“, erinnert sich der Schausteller.

Dann habe sich vieles verändert, die Gäste hätten sich zum Teil nicht mehr wohl gefühlt. „Wir haben aber der Hutzelkirmes immer, auch in schlechten Zeiten, die Treue gehalten“, sagt Walldorf. Deshalb sei er ein bisschen enttäuscht, dass er in diesem Jahr auf seine Bewerbung keine Nachricht erhalten habe. „Wir wären gern gekommen.“

Alles ein Zusammentreffen von Zufällen und Missverständnissen? Die Vorsitzende der Kirmesburschen Nicoll Horn erklärte auf Nachfrage der HNA, dass man den Platz in diesem Jahr wieder in Eigenregie organisiert habe. „Alle bewährten Schausteller sind von uns als erstes angesprochen worden“, sagt sie. Dazu zähle auch der Betrieb Walldorf. Mehrmals habe man versucht, Kontakt aufzunehmen. „Wir haben keine Antwort erhalten.“

Schlussendlich habe man dem Unternehmen sogar einen Vertrag zugeschickt. „Doch auch darauf wurde nicht reagiert, so dass wir irgendwann Ersatz besorgen mussten“, berichtet Nicoll Horn.

Der Festplatz sei 2014 etwas anders konzipiert: Insgesamt 25 Schausteller bauen aktuell ihre Fahrgeschäfte und Buden in der Lehmkaute auf. „Acht neue sind dabei.“

Festprogramm

• Freitag, 8. August, 14.30 Uhr Seniorennachmittag im Festzelt, ab 18 Uhr marschieren die Kirmesburschen durch die Stadt, anschließend Eröffnung.

• Samstag, 9. August, ab 14 Uhr mit dem Familiennachmittag (bis 19 Uhr ermäßigte Preise).

• Am Sonntag, 10. August, 11 Uhr ökumenischer Gottesdienst, 14.30 Uhr Festzug „Länder und Metropolen“.

• Montag, 11. August, 13 Uhr Bürgerschoppen.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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