Partnerschaftsverein Homberg-Stolin fährt mit Hilfstransport nach Weißrussland

Auf dem Weg nach Osten

Hilfe für Stolin: (von links) Vereinsvorsitzender Joachim Jerosch, Dieter Kirchner, Georg Altenhof, Dieter Fischer, Harald Jacob, Günter Wesemüller sowie Horst Bartsch (auf dem Lastwagen) beluden den vereinseigenen LKW mit Hilfsgütern für die Menschen in Hombergs weißrussischer Partnerstadt Stolin. Foto: zse

Homberg. Heute fahren sie wieder nach Osten. Die Mitglieder des Partnerschaftsvereins Homberg-Stolin bringen schon ihren 26. Hilfstransport auf den Weg in die weißrussische Stadt.

Im vereinseigenen Lastwagen inklusive Anhänger transportieren sie rund zehn Tonnen sortierte, verpackte und katalogisierte Hilfsgüter, die von Firmen sowie Privatpersonen im Verlauf des vergangenen Jahres gespendet wurden.

Dazu gehören 200 Kartons Kleidung und 20 Pakete Schuhe für alle Altersgruppen, 15 Paletten Windeln und Inkontinenzprodukte, 25 Kranken- und Beistellbetten, drei Paletten Papier, zehn große Schultafeln sowie Kinderwagen, Gehhilfen und Spielzeug.

1500 Kilometer

Vereinsvorsitzender Joachim Jerosch und seine Mitstreiter sind sicher: Über die Sachen werden sich Kinder und Erwachsene in den Familien sowie in Kindergärten, Schulen, Senioreneinrichtung und dem Krankenhaus riesig freuen.

Dafür nehmen die neun Fahrtteilnehmer des Vereins den 1500 Kilometer langen Weg und die voraussichtlich 36 Stunden Fahrzeit pro Strecke auf sich. Knackpunkt sei dabei stets der Zoll an der Grenze zwischen Polen und Weißrussland, erzählt Jerosch: „Bis zu zehn Stunden Wartezeit sind schon mal drin, aber alles Schimpfen nützt nichts.“

Entsprechend lautet die Devise: Ruhig bleiben, Nerven schonen – und warten. Die Freude der Menschen, die seit einem Vierteljahrhundert unter den Folgen der atomaren Katastrophe von Tschernobyl leiden, entschädige für alles.

Verein seit 20 Jahren aktiv

Der Partnerschaftsverein Homberg-Stolin feiert im kommenden Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Seit der Gründung im Jahr 1993 gehören regelmäßige humanitäre Hilfstransporte zum Engagement des Vereins. Ein weiterer Schwerpunkt ist der alljährliche Erholungsaufenthalt Stoliner Kinder in Homberg.

In diesem Jahr sind 20 durch die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl gesundheitlich geschwächte Kinder vom 2. bis 26. Juli zu Gast.

Von Sigrid Ehl-von Unwerth

Quelle: HNA

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