Nach Priesterskandal: Fritzlarer Chorherrn nehmen eine Auszeit

Fritzlar. Die vier Prämonstratenser-Chorherren aus Fritzlar sind in alle Himmelsrichtungen gezogen. Drei von ihnen nehmen ein Sabbatjahr, eine berufliche Auszeit. Einer ist ohne Unterbrechung weiterhin als Seelsorger tätig. Das teilte der Abt des Stiftes Geras in Niederösterreich, Michael K. Proházka, auf Anfrage mit.

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Wie berichtet, war im Juli das Fritzlarer Priorat aufgrund der Missbrauchsvorfälle aufgelöst worden. Einer der Chorherren sitzt nach wie vor in Untersuchungshaft. Er hatte sexuellen Missbrauch an Messdienern in über 30 Fällen gestanden.

Der Abt im Stammhaus hat daraufhin die Konsequenzen aus dem Priesterskandal gezogen und die Niederlassung des Prämonstratenserklosters aufgelöst.

Vor wenigen Wochen sind die Ordensmänner aus Fritzlar weggezogen. Bei einem letzten Abendmahl in der Krypta sagen sie nach teilweise über 20 Jahren in der Domstadt ade. Herr Conrad war Ende der achtziger Jahr als erster Prämonstratenser nach Fritzlar gekommen.

Abt Proházka teilte uns mit, er habe den Chorherren ein Sabbatjahr vorgeschlagen. Dies sind die neuen Stationen: • Herr Conrad, einst Prior, Stadtpfarrer und zeitweise Dechant, wird dieses Jahr in Geras verbringen und eine Auszeit nehmen. • Herr Simon-Petrus lebt vorübergehend in der französischen Prämonstratenserabtei Saint-Martin in Mondaye (Normandie), eine von 70 Abteien des Ordens. • Herr Marcus ist in die Abtei Sayn (Rhein) gezogen. Dort leben Chorherren und Chorfrauen unter einem Dach. http://praemonstratenser.abtei-sayn.de

Quelle: HNA

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