Petition mit über 6000 Unterschriften übergeben

Nach Schließung der Wolfhager Geburtshilfe: Franke soll helfen

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Übergabe der Petition: Dr. Edgar Franke, Dieter Schrader und Bürgermeister Reinhard Schaake.

Wolfhagen. Auch in Berlin erhofft man sich Unterstützung im längst noch nicht aufgegebenen Kampf um die Geburtshilfe in der Wolfhager Klinik.

Beim Ringen um die inzwischen geschlossene Geburtshilfe an der Wolfhager Klinik hat Bürgermeister Reinhard Schaake nun auch den SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Edgar Franke um Hilfe gebeten.

Der Politiker aus dem Schwalm-Eder-Kreis ist seit Mitte Januar Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag. Noch am Freitag, als eine Gruppe aus Wolfhagen bei der Gesundheit Nordhessen Holding in Kassel demonstrierte, informierte Schaake den Abgeordneten.

Gemeinsam mit Dieter Schrader aus Istha, der aktiver Unterstützer für den Erhalt der Einrichtung ist, übergab der Bürgermeister am Samstagabend die Petition mit über 6000 Unterschriften zum Erhalt der Einrichtung an Edgar Franke in dessen Wohnung.

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„Der Bundestag muss dafür einstehen, dass die Grundversorgung auf dem flachen Land nicht kaputt gemacht wird. Es kann nicht sein, dass alle Verantwortlichen richtliniengetreu handeln sollen, letztlich aber dadurch das Risiko auf die schwangeren Mütter abgeschoben wird“, sagt Reinhard Schaake. Diese seien das letztes Glied in der Kette und selbst dafür verantwortlich, wie sie zukünftig zur weiter entfernten Klinik kämen.

Je nach Tageszeit und Verkehrsaufkommen sei die Anfahrtszeit über die Autobahn und durch die Innenstadt zeitweise erheblich und mit Stau und Behinderungen verbunden. „Die Fahrt nach der Demo vom Klinikum durch die belebte Kasseler Innenstadt nach Wolfhagen, jeweils mit mehreren Rotphasen vor den Ampeln, hat mir bei dem Gedanken, jetzt eine schwangere Frau mit Wehen im Auto zu haben, Schweißperlen auf die Stirn getrieben“, so der Rathauschef. Die Menschen des Wolfhager Landes benötigten die Einrichtung zur Grundversorgung vor Ort.

Fotos: Demo vor dem Gebäude der Gesundheit Nordhessen

Demo vor dem Gebäude der Gesundheit Nordhessen

Quelle: HNA

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