Nach Unfall: Arbeitskreis Leimsfeld weist seit Jahren auf Risiken hin

Bei Rot über die Ampel: Dieses Foto an der Unfallkreuzung nahmen wir gestern auf.

Leimsfeld. Mit dem schweren Unfall am Donnerstagnachmittag haben sich die Befürchtungen der Leimsfelder bewahrheitet: Die Ampelkreuzung an der B254 in Leimsfeld stellt einen Gefahrenpunkt dar.

Der Arbeitskreis Ampelkreuzung fordert seit drei Jahren eine Überwachung des Verkehrs an dieser Stelle, bisher ist nichts passiert.

Vergangene Woche hatte es einen Ortstermin gegeben, dabei besprachen Ortsvorsteher, Bürgermeister und die Verkehrsbehörde den Standort eines festinstallierten Blitzers in der Nähe der Ampelkreuzung. Geplant ist, dass 2015 dort ein solches Gerät aufgestellt wird, so Bürgermeister Birger Fey gestern auf HNA-Anfrage. Sicher ist das noch nicht, Geld dafür kommt vom Ordnungsbehördenbezirk Borken. 8000 Euro jährlich würde eine feste Geschwindigkeitsüberwachung kosten. Bereits 2013 sollte Leimsfeld solch ein Gerät bekommen, damals hieß es allerdings: zu teuer.

Laut Statistik gilt Leimsfeld nicht als Unfallschwerpunkt. Dennoch ereigneten sich allein in den vergangenen drei Monaten vier Unfälle rund um den Ort, berichtet Ortsvorsteher Armin Boppert. „Ich weiß nicht, was passieren muss, damit wir die Statistik erfüllen“, sagt Markus Neumann vom Arbeitskreis.

Die Leimsfelder beobachten regelmäßig, dass zum Einen Lastwagen und Autos zu schnell durch den Ort fahren und zum Anderen nicht jeder an der roten Ampel stoppt. Die Leimsfelder fahren nur mit größter Vorsicht über die Kreuzung, auch bei Grün. „So wurden schon einige Unfälle verhindert“, sagt Neumann.

Der Arbeitskreis will nun Warnplakate aufhängen. Bei dem Unfall wurden eine Frau und ein neunjähriges Kind schwer verletzt. Der Junge kam ins Klinikum Marburg. Die Verletzte konnte im Rettungshubschrauber nicht transportiert werden - aufgrund ihrer Körpermaße, so die Polizei. Sie kam zuerst in die Klinik nach Ziegenhain, wurde aber auch nach Marburg verlegt, so ein Beamter gestern. Laut Polizei hatte der Lasterfahrer die Rotphase der Ampel missachtet, ein Gutachter prüft den Unfallhergang.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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