Heiko Manz mit großer Mehrheit gewählt

Nach dem Wahlsieg: Jetzt muss er eine Wette einlösen

Das war der Moment, in dem Heiko Manz realisierte, dass er Bürgermeister wird: Der neue Rathauschef (zweiter von links, außen sein Vorgänger Günter Schlemmer), mit seiner Frau Patricia, Landrat Winfried Becker und Bürgermeisterkollege Jörg Müller aus Knüllwald am Wahlabend. Foto:  Zerhau

Jesberg. Heiko Manz wurde am Sonntag mit überwältigender Mehrheit zum Bürgermeister von Jesberg gewählt. Wir sprachen mit ihm.

Der 34-Jährige erhielt 75,5 Prozent der Stimmen und das bei einer Wahlbeteiligung von 73,1 Prozent. Wir sprachen mit dem neuen Rathauschef über Vorschusslorbeeren und das Einlösen einer Wette.

Wie ging denn der Wahlabend nach dem offiziellen Teil weiter? Haben Sie ordentlich gefeiert?

Heiko Manz: Ja, es war richtig gut! Es waren um die 200 Leute im Densberger Gemeinschaftshaus, die Party war ein toller Abschluss.

Haben Sie denn überhaupt schlafen können? Man ist ja meist sehr aufgedreht, wenn die Spannung abfällt...

Manz:Wir haben lange gefeiert, da blieb nicht viel Zeit zum Schlafen.

Können Sie Ihren Erfolg denn jetzt fassen? Am Sonntag wirkten Sie zeitweise überwältigt.  

Manz: Das war ich auch. Ich konnte das sehr gute Ergebnis kaum glauben. Erst in dem Moment, indem klar war, dass ich alle Ortsteile für mich entschieden hatte, habe ich realisiert, dass ich tatsächlich Bürgermeister werde.

Diese hohen Ergebnisse machen Sie doch sicher stolz.

Manz: Ja. Natürlich. Aber sie machen noch etwas anderes: Sie zeigen, dass es ein fairer und engagierter Wahlkampf war. Und sie zeigen, dass die Menschen interessiert sind an der Gemeinde. Und das ist ein tolles Signal.

Gab es ein Ereignis, das Sie besonders überrascht oder beglückt hat?

Manz:Die riesige Unterstützung. Kaum hatte ich die Einladung zu den Familiennachmittagen im Wahlkampf verschickt, riefen die Leute schon an und fragten, ob sie den einen Kuchen backen oder Stühle stellen sollten. Das hat mich sehr beeindruckt.

Sie haben richtig viele Vorschusslorbeeren bekommen. Machen die Ihnen Angst oder sind die eher ein Ansporn?

Manz: Die sind auf jeden Fall ein Ansporn. Die vielen Stimmen bedeuten einen starken Auftrag, was mir einen starken Schub gibt.

Wann hören Sie eigentlich im alten Job auf?

Manz: Ich nehme jetzt Kontakt zur Landeskirche auf und hoffe, dass wir bald einen Nachfolger finden, damit ich ihn einarbeiten kann. Ende Juni endet mein alter Job.

Aber Sie machen auch sicher noch mal Urlaub, bevor Sie am 1. Juli im Rathaus einziehen? 

Manz:Ich nehme Urlaub zur Geburt unserer Tochter im Mai, aber das war‘s – es wird ein fliegender Wechsel.

Was haben Sie als erstes vor?

Manz: Von meinen Mitarbeitern viel zu lernen. Kirchliche und kommunale Verwaltung unterscheiden sich in manchen Bereichen, da muss ich mir einen Überblick verschaffen. Die Sanierung der Kellerwaldhalle wird dann mein erstes großes Projekt..

Was wollen Sie beibehalten?

Manz: Die gute Zusammenarbeit über die Fraktionsgrenzen hinaus. Ich will ein Bürgermeister für alle sein. 

Was wohl Ihre Mitarbeiter interessiert: Wie sind Sie denn als Chef?

Manz: Kollegial, aber verbindlich. Teamarbeit ist mir wichtig, aber wenn wir Entscheidungen brauchen – dann treffe ich sie auch.

Zum Schluss: Sie hatten ja eine Wette mit Mitbewerber Bauer laufen. Der Sieger muss den Verlierer zum Essen einladen. Und, lösen Sie die Wette ein?

Manz: Klar. Dann können wir noch mal zu zweit und in aller Ruhe über den Wahlkampf sprechen, das wird ein guter Abschluss. Ich habe Respekt vor Wolfgang Bauer, dass er ins Rennen gegangen ist. Ich weiß, welch Belastung ein Wahlkampf für Freunde, Familie und einen selbst darstellt.

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Quelle: HNA

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