Nachfolger gefunden: André Schröder übernimmt Jausenstation in Schiffelborn

Er hat gut lachen: André Schröder übernimmt zum 1. Januar die Jausenstation in Schiffelborn. Der gebürtige Bad Zwestener möchte so viel wie möglich frisch zubereiten. Foto: Laumann

Oberurff-Schiffelborn. Der Aufruf in der HNA war erfolgreich: Es gibt einen Nachfolger für die Jausenstation in Oberurff-Schiffelborn. Der Bad Zwestener André Schröder übernimmt zum 1. Januar. Bereits vor Jahren hat er mit der Hütte geliebäugelt.

Es war eine Spinnerei, eine fixe Idee, mehr nicht. Das dachte er zumindest: Als André Schröder vor fünf Jahren mit einer Freundin vor der Jausenstation in Schiffelborn gesessen hat, war er überwältig. Die Hütte, der Ausblick, hier stimmt einfach alles. Wie schön wäre es, die Station führen zu können, war damals seine Überlegung. Fünf Jahre später wird die Spinnerei wahr: Der gebürtige Bad Zwestener André Schröder übernimmt zum 1. Januar die Jausenstation. Er ist der Nachfolger von Helga Jaklin.

Jaklin hat das kleine Haus acht Jahre lang betrieben. Sie zieht sich aus persönlichen Gründen zum Jahresende zurück (wir berichteten). Lange war unklar, wie es mit der Jausenstation weitergeht.

Als Schröder in der HNA gelesen hat, dass ein Nachfolger gesucht wird, musste er nicht lange überlegen. „Vier Interessenten haben sich auf den Aufruf gemeldet“, sagt Jens Sonntag von den Freunden der Burg Löwenstein. Einer von ihnen war Schröder. Bei ihm habe direkt alles gepasst. „Wir waren sicher, wir finden einen Nachfolger. Aber das hat unsere Erwartungen übertroffen“, erklärt Bürgermeister Michael Köhler und vergleicht das Glück mit einem Sechser im Lotto.

In Europa unterwegs

Der 42-jährige Schröder ist gebürtiger Bad Zwestener. In den vergangenen Jahrzehnten ist er viel rumgekommen, hat in Berlin, der Schweiz und Frankreich gelebt. Doch egal, was der gelernte Restaurantfachmann und studierte Betriebswirt von der Welt gesehen hat - Bad Zwesten blieb seine Heimat. „Wenn man ein bisschen Liebe und Leidenschaft reinsteckt, ist das der schönste Platz, den man sich vorstellen kann“, schwärmt er von der Jausenstation.

Die Speisekarte soll typisch für eine Jausenstation sein. Es gibt künftig kalte und warme Speisen, belegte Brote, aber auch Suppen, Bratwurst und Schnitzel. Kuchen, Fleisch und Käse kommen aus der Region.

Schröder möchte der Küche seinen Stempel aufdrücken. Egal ob Ketchup, Dips oder Mayonnaise: Schröder möchte so viel wie möglich selber machen. „In der Gastronomie kann man nur mit einer eigenen Marke bestehen“, ist der 42-Jährige überzeugt.

In die Waagschale wirft Schröder mehr als 25 Jahre gastronomische Erfahrung. Vor fünf Jahren hat er sein Hobby zum Beruf gemacht. Er hat sich im Restaurant Brockmeyer in Bergfreiheit als Hobbykoch vorgestellt und Erfahrungen gesammelt. Nun traut er sich zu, die Jausenstation zu bewirtschaften. „Es ist eine spannende Phase“, erklärt der Bad Zwestener. Er habe drei Neueröffnungen mitgemacht, aber „noch nie mit so großem Engagement wie jetzt.“ Er sehne sich nach dem 1. Januar.

Öffnungszeiten: Die Jausenstation Schiffelborn wird unter André Schröder ab dem 1. Januar samstags von 11 bis 18 Uhr, sonntags von 9 bis 18 Uhr und montags von 11 bis 18 Uhr geöffnet sein.

Zur Person

André Schröder (42) ist gebürtiger Bad Zwestener. Nach seinem Abschluss an der Christophorusschule Oberurff hat er in der Nähe von Siegen eine Lehre zum Restaurantfachmann absolviert. Es folgten Stationen in Frankreich und der Schweiz. Später studierte er in Berlin Betriebswirtschaft. Vor fünf Jahren hat er im Restaurant Brockmeyer in Bergfreiheit als Koch angeheuert. Wenn Schröder nicht an den Herdplatten steht, beackert er am liebsten seinen Garten.

Quelle: HNA

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