Rinderhalter wollen bei Regionalforum neue Strategien entwickeln

Nachfrage nach Bio steigt in der Region

Biofleisch vom Glockenborn: Reinhard Berdi aus Ippinghausen hat schon länger auf Bio umgestellt. Foto: Ricken

Wolfhager Land. Die Nachfrage nach Bioprodukten in der Region steigt, kann aber nicht mehr allein aus heimischen Produkten gedeckt werden, sondern muss durch Importe ausgeglichen werden.

Dies erklärt die Koordinatorin für die Ökolandbau Modellregion im Landkreis Kassel, Silke Flörke. Um dem entgegenzuwirken, fördert das hessische Landwirtschaftsministerium den Landkreis Kassel und den Werra-Meißner-Kreis, die in einer gemeinsamen Modellregion Nordhessen zusammengefasst sind. So sollen der Anbau, die Verarbeitung und der Vertrieb von Bio-Lebensmittel angekurbelt werden sowie neue Arbeitsplätze für die Menschen in der ländlichen Region geschaffen werden. Das Projekt wird vom Land mit 100 000 Euro im Jahr aber auch den Landkreisen, Bauernverbänden und anderen Organisationen bezuschusst.

Drei größere Projekte stehen in diesem Jahr auf der Agenda: So soll im Frühling in der Uni Kassel ein sogenannter Biomat aufgestellt werden, der regelmäßig mit Bio-Lebensmitteln aus der Region befüllt wird. „Das ist zunächst ein Pilotprojekt, wenn es funktioniert, könnten weitere Automaten aufgestellt werden“, so Flörke, die meisten Bio-Endverbraucher würden in der Stadt Kassel leben. Gemeinsam mit der Grimm-Heimat soll es ab Herbst Bio-Apfelchips zu kaufen geben, die von Streuobstwiesen zum Beispiel in Breuna oder Espenau stammen.

Eines der wichtigsten Projekte ist es, Landwirte in der Region zu unterstützen, die ihre Rinderhaltung auf Bio umstellen möchten. Ein wichtiger Aspekt ist dabei auch die Grünlandsicherung. „Die regionalen Rinderhalter sollen Impulse für die Umstellung auf Bio und für die Direktvermarktung erhalten. Zugleich sollen die regionalen Metzger einbezogen werden“, erklärt die Koordinatorin. Anregungen und Tipps erhalten Landwirte morgen auf dem Eschenhof in Altenhasungen und beim Rinderhalter im Glockenborn bei Wolfhagen. 

Quelle: HNA

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