Stadt wusste seit März von Belästigungsvorwürfen

Nachfragen zum Fall Wenderoth

Felsberg. Am 25. März, also gut zweieinhalb Monate vor dem Rücktritt von Felsbergs früherem Vizebürgermeister Kurt Wenderoth (SPD), hat die Führungsspitze der Felsberger Stadtverwaltung von den Vorwürfen erfahren, dass Wenderoth zudringlich gegenüber Rathausmitarbeiterinnen geworden sein soll. Diesen Zeitpunkt nannte Bürgermeister Volker Steinmetz am Donnerstagabend im Stadtparlament.

Dort antwortete Steinmetz auf eine Anfrage der Wählergruppe „Die freien Bürger“ (DFB). Diese hatte neun Fragen mit Bezug auf Wenderoths Rücktritt am 14. Juni gestellt. Nach HNA-Informationen hatte dieser Schritt den Hintergrund, dass sich städtische Mitarbeiterinnen von dem langjährigen Ersten Stadtrat sexuell belästigt fühlten. Die Kritik der DFB: „Obwohl wenige Tage nach dem Rücktritt eine Ältestenratssitzung stattfand, hat der Bürgermeister über die Hintergründe des Rücktritts nicht informiert.“

Auszüge aus den Antworten von Steinmetz in der Sitzung:

Wenn es in Vertretungsfällen schnell gehen musste, habe die Verwaltung auch Boten zu Wenderoth nach Hause geschickt, um dort Papiere unterschreiben zu lassen. Zum Schutz von Mitarbeiterinnen hole man solche Unterschriften neuerdings aber prinzipiell im Rathaus ein.

Steinmetz sagte weiterhin, nach Bekanntwerden der Vorwürfe habe er Stadtverordnetenvorsteher Umbach (SPD) informiert, nicht aber die sechs Felsberger Parlamentsfraktionen im einzelnen. (lgr/asz)

Quelle: HNA

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