Jede Menge Aktionen am Tag der Nachhaltigkeit in der Herwig-Blankertz-Schule

Nachhaltig und lecker

Würze aus dem Schulgarten: Kräuter-Öl und Würzmischungen gab es während des Tags der Nachhaltigkeit bei Laurie-Luise Trinks und Ceslin Bononge. Foto:  Hoffmann

Wolfhagen. Was Nachhaltigkeit heißt und was jeder selbst für eine nachhaltige Entwicklung in Hessen tun kann, zeigten gestern allerhand Aktivitäten im Rahmen des zweiten Hessischen Tages der Nachhaltigkeit. Kommunen, Unternehmen, Vereine, Bildungs- und sonstige Einrichtungen beteiligten sich am landesweiten Aktionstag, erstmals dabei auch die Herwig-Blankertz-Schule.

„Was hat Nachhaltigkeit mit mir zu tun?“, fragten die Schüler der Berufsschule und hatten zur Beantwortung verschiedene Experten eingeladen sowie Mitmachaktionen organisiert.

Dass Nachhaltigkeit tatsächlich jeden Einzelnen betrifft, fanden sie dabei schnell heraus. Etwa im Fachbereich Ernährung, wo Schüler anhand klimaschonender Snacks demonstrierten, dass ein umsichtiger Lebensstil und somit der Einsatz für eine lebenswerte Zukunft schon bei der täglichen Nahrungsaufnahme beginnen kann.

Bewusst ohne Fleisch

Viel braucht es dafür nicht, wie Eugen Scharnchin weiß: „Ein wenig Hintergrundwissen über die Lebensmittel und ihre jeweiligen Herstellungsprozesse reicht aus, um bereits etwas für unsere Umwelt zu tun.“ Bewusst habe er deshalb bei der Herstellung seiner Wraps auf Fleisch verzichtet. „Es ist unglaublich, was für Mengen Wasser es bedarf, um ein Kilogramm Fleisch zu produzieren.“

Auch als klimafreundliche Variante entpuppten sich die Leckereien als Hit, nicht zuletzt dank der Kräuter aus dem Schulgarten, die sich zudem in selbst hergestellten Ölen und Würzmischungen wiederfanden.

„Wichtig war mir bei der Arbeit mit den Schülern, dass sie über ihr eigenes Tun Erfahrungen sammeln und reflektieren, um bewusster auch im Alltag zum Klimawandel beizutragen“, sagte Lehrerin Dora Kraft.

Aussteller auf dem Campus

Darum ging es auch den Ausstellern, die auf dem gesamten Campus zum Thema informierten. Neben einem Elektroauto gab es da auch E-Bikes zum Ausprobieren, Energie2000 stellte Solardächer in den Fokus, Lukas Nülle erläuterte eine Windkraftanlage und die BioRegioHolz warb für moderne Holzheizungen.

Nachhaltiges Heizen war auch das Thema der Firma Kuntschar, die die Schüler aufforderte, schon jetzt in der Energiewende aktiv zu werden. Noch bis Ende Oktober können sie Szenarien und Ideen skizzieren, wie die große Energiewende ihrer Meinung nach aussehen könnte.

Wie dabei beispielsweise Holz helfen kann, erklärte Diplom-Ingenieur Robert Alheid, dem auch Gäste der Wolfhager Wilhelm-Filchner-Schule, der Zierenberger Elisabeth-Selbert-Schule, der Bad Emstaler Christine-Brückner-Schule und der Dietrich-Bonhoeffer-Schule aus Immenhausen lauschten.

Und wenn sie gut aufgepasst haben und rasch beim Wolfhager Energieerzeuger ihre Ideen einreichen, winkt vielleicht schon bald eine Aufbesserung der Klassenkasse.

von Sascha Hoffmann

Quelle: HNA

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