Kleine Bühne 70 aus Kassel war im Gudensberger Bürgersaal zu Gast

Ein Nachmittag wie im Märchen

Schuh-Anprobe: Im Märchen vom Aschenputtel hat der Prinz seine Braut gefunden. Das Foto zeigt eines Szene aus dem Stück der „kleinen bühne 70“. Foto: zen

Gudensberg. Die „kleine bühne 70“ aus Kassel gastierte am Samstagnachmittag in Gudensberg. Auf dem Spielplan im Bürgerhaus stand die Märchenkomödie Aschenputtel.

Das Mädchen, das von der Stiefmutter und den gehässigen Stiefschwestern Anna und Berta wie eine Magd behandelt wird, träumt davon auf den Ball des Königs zu gehen und dort den Prinzen kennen zu lernen.

Doch sie soll zuerst die Linsen, die ihr die böse Stiefmutter in die Asche geschüttet hat, herauslesen, um mit auf den Ball zu dürfen. Sicher in der Annahme, dass Aschenputtel (Lara Gundlach) das nicht schaffen wird, machen sich die Drei anderen für den Ball zurecht. Was sie nicht wissen ist, dass Aschenputtel Hilfe bekommt von den Tauben auf dem Hof.

Regisseur Ralph Langlotz hat das Theaterstück so gestaltet, dass nicht nur Kinder ihren Spaß haben. Es herrschte eine heitere Stimmung im Publikum, das sich fortwährend an der Aufführung beteiligte.

Immer wieder sprachen die Schauspieler auf der Bühne die Zuschauer direkt an und bekamen märchenkundige Antworten. Und auch der Schuh, den Aschenputtel auf dem Ball verloren hat, wurde an Füßen aus dem Publikum getestet.

Ein besonderer Clou bezüglich der Tauben ist Kostümbildnerin Petra Hausner gelungen: Anstatt zweier Handpuppen gestaltete sie zwei Kostüme für die Darsteller Sven Wienforth und Jasmin Landskron, die die beiden Tauben Bruno und Brunhilde verkörperten. Menschengroß standen sie dem Aschenputtel zur Seite und sorgten dafür, dass das Märchen das rechte Ende nahm. Die beiden „coolen“ Tauben sangen sogar einen Taubenrapp.

Und auch dieses Märchen endete mit Unterstützung des Publikums mit den Worten, mit denen viele Märchen enden: „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.“ (zen)

Hintergrund:

Die „kleine bühne 70“ wurde 1970 als Amateurtheater gegründet. Sie entstand als Splittergruppe des Wehlheider Hoftheaters und teilt sich mit diesem seit 1987 das Casalla Theater in der Jordanstraße in Kassel. Einmal im Jahr studieren die Darsteller ein Märchenstück ein.

Quelle: HNA

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