Großer Andrang bei der Apfelannahme in Gudensberg – Bis zu 20 Tonnen pro Tag

Nachschub fürs Saftmobil

Ab aufs Laufband: Julian Sladitschek vom Saftmobil hat die Äpfel von Wilhelm Ruppert (im Hintergrund) abgewogen und kippt sie aufs Band. Fotos: Eberlein

Gudensberg. Sie sind grün oder rot, klein oder groß, eher süß oder säuerlich. Eines haben sie gemeinsam: Es gibt sie in diesem Jahr in großen Mengen. Bei der Apfelannahme des Saftmobils in Gudensberg treffen sich die leckeren Früchtchen und werden dann zu Säften gekeltert.

„Einige Apfelfans haben schon ungeduldig auf die Öffnung der Abgabestelle gewartet“, berichtet Eric Henze, einer der Gesellschafter von Saftmobil. Am ersten Abgabetag der Saison standen die Autos den ganzen Vormittag Schlange bis auf die Straße.

In den vergangenen beiden Jahren sei die Ernte mager ausgefallen. Doch in diesem Jahr sehe es sehr viel besser aus, sagt Henze. „Es gab schon Tage, an denen wurden bis zu 20 Tonnen Äpfel geliefert.“

Und so funktioniert es: Man bringt die selbst geernteten Äpfel zur Annahme im Schwimmbadweg 4. Das Obst wird gewogen, von der Waage auf ein Förderband gekippt und in großen Säcken gesammelt. Die Mosterei Gerth in Reinhardshagen (Landkreis Kassel) stellt daraus verschiedene Saftsorten und Spirituosen her. Vom naturtrüben Apfelsaft bis zum Apfelglühwein umfasst das Angebot auch unterschiedliche Mischungen.

Äpfel, die ein besonderes Aroma haben, werden direkt in Gudensberg gepresst. Heraus kommt dabei ein Saft, der, in 5- oder 10-Liter-Tüten und Pappkartons verpackt, im Saftladen verkauft wird.

Fruchtsaft trifft Kaffeebohne

Neben den Säften aus der Region bekommt man beim Saftmobil eine weitere Besonderheit: Frisch gerösteten Kaffee und Espresso aus alternativem Anbau und fairem Handel. Das Biosiegel tragen die Kaffeesorten zwar nicht, aber die Bohnen sind alle auf Schadstoffarmut getestet. „Röstrausch“ hat Georg Ruhm die Kaffee- und Espressomischungen genannt. Sie erhalten ihr Aroma durch eine traditionelle Trommelröstung, die bis zu zehn Mal länger dauert als das industrielle Röstverfahren. Darüber freut sich auch der Magen.

Wer selbst einmal beim Apfelpressen zuschauen möchte, hat am 24. und 25. September die Gelegenheit dazu beim Herbstfest auf der Sababurg. Im Saftmobil können auch Termine für eine Schauröstung vereinbart werden. • Apfelannahme bis Ende Oktober, montags bis samstags zwischen 9 und 18 Uhr. Wer Früchte zum Saftmobil bringt, bekommt ein Jahr lang Rabatt auf alle Säfte und Getränke.

Von Christl Eberlein

Quelle: HNA

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