Nacht mit Grusel-Faktor

Borken. Borken war am Freitag in der Hand von Vampiren und Geistern. Zum achten Mal hatten die Borkener Gewerbevereinigung, die Geschäftsleute der Bahnhofstraße sowie die Stadt zu einer Halloweennacht eingeladen.

Die Geschäfte in der Innenstadt waren bis in die Nacht geöffnet, es gab ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm, und im Themenpark Kohle und Energie wurden Aktionen für Familien angeboten.

Kürbislaternen sorgten überall für die passende Gruselstimmung, und die Wetterhexe hatte wohl für den ersten Schnee in Borken gesorgt. Dem Fluch der Karibik konnte man aber trotz der kühlen Witterung auch in Nordhessen nachspüren: Besonders Mutige ließen sich im Frisörsalon Artbeat die Haare schneiden, dessen Team gruselig nach dem Vorbild des berühmten Piratenfilms kostümiert war.

Feuer brannten auf dem Vorplatz am Kreisel, die Mitarbeiter eines Reisebüros verteilten Infusionen mit Hochprozentigem an vorbei ziehende Vampire. Viele Geschäfte boten Aktionen sowie schaurige Speisen und Getränke an: Kirschwein als Blut frisch aus dem Sarg gab es beim Buchladen „Bücherwurm“, roter Wackelpudding und Gebäckstangen wurden von Mitarbeitern des Sanitätshauses Korn als geronnenes Blut und Knochen angeboten.

Borkener Konfirmanden boten ein Quiz an; wer wollte, konnte wie Martin Luther Thesen an eine Holztür nageln. „Wir nehmen am Halloweenabend teil, um an die zeitlich nahe Reformation zu erinnern“, sagte Pfarrer Matthias Kämpfer. Mit den Aktionen wolle man einen christlichen Gegenpol zum heidnischen Halloween-Fest setzen.

Für Stimmung sorgten Romeo G. und Wendys Band, sowie die Trommelgruppe Calabash. Im Themenpark Kohle und Energie gab es eine Kürbisolympiade mit vielen Fragen rund um den Bergbau sowie Spiele für Familien. Unter den Gewinnern wurden Gutscheine und Spielsachen verlost.

Bei den Kindern kam die Halloweennacht im Museum gut an: „Ich fand die Lichter schön, und die Spiele, besonders das Kürbisrollen und das Geister-Umwerfen“, sagte Nele Leuschner, neun Jahre alt. Carolin Schanz war extra aus Kassel zur Museumsnacht gekommen und hatte sich mit Hexenkrallen kostümiert, die im Dunkeln gespenstisch leuchteten - sehr zur Freude der Kinder.

Von Bettina Mangold

Quelle: HNA

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