Der Nachwuchs der Waberner Störche ist flügge

Wabern. Die Waberner Jungstörche, immerhin sechs an der Zahl in diesem Jahr, verlassen in diesen Tagen zum ersten Mal ihre Nester, um Flugversuche zu unternehmen. Alklerdings lauern jetzt auch Gefahren für die Tiere.

Die Waberner Storchenfachfrau Ulrike Mose beobachtet täglich das Treiben auf den verschiedenen Horsten und bangt um das Wohl der Jungtiere, denn wegen ihrer unsicheren Flugerprobung können schnell fahrende Autos tödlich für sie sein. Mose hat deshalb wieder Warnschilder an den Straßen in und um Wabern aufgestellt, die der Nabu Edertal zur Verfügung gestellt hat.

Kurz vor ihrem ersten Flug stehen die drei Jungen vom Ederhorst und die zwei Jungen vom Spänebunker. Bei dem Ministorch Carlchen vom Riedinger Horst werde es noch einige Tage dauern, meint Ulrike Mose. Er werde der letzte von den sechs Waberner Jungstörchen sein, der seinen ersten Flug wagt.

Viele Anrufe von HNA-Lesern erreichten die Wabernerin wegen des vermissten Brutstorches Josef, der nicht mehr zu seinem Nest und seiner Familie zurückgekehrt ist. Trotzdem sollte es der eine Jungstorch schaffen, da es bis zum Ausfliegen nicht mehr lange dauern sollte. Er werde von Tag zu Tag größer und von seiner alleinerziehenden Mutter Feline liebevoll umsorgt, schreibt Ulrike Mose.

Der erste Ausflug der Jungstörche, auch Jungfernflug genannt, ereignet sich um den 62. bis 68. Lebenstag und ist gar nicht mal so ungefährlich.

Denn die Jungen sind noch ungeschickt, verpassen den Landeplatz oder können gegen Hindernisse fliegen.

Manchmal geht ihnen hier und dort auch mal die Puste aus, sie müssen zwischenlanden und eine Pause einlegen. Aber nach mehreren Umrundungen ihres Horstes landen sie wieder unbeschadet im Nest.

Die Jungstörche sind inzwischen kaum noch von ihren Eltern zu unterscheiden. Erst bei genauer Betrachtung sieht man den Unterschied.

Die Schnäbel und die Beine der Jungen sind nicht rot gefärbt wie bei ihren Eltern, sondern schwarz. Sie verändern sich erst langsam von schwarz über braun zu dem leuchtenden Rot eines Altstorches.

Immer noch werden die Jungen von ihren Eltern auf dem Nest gefüttert, das Nest wird auch weiterhin zum Ruhen und Schlafen aufgesucht.

In den folgenden Wochen wird man beobachten können, wie die Jungstörche die Umgebung erkunden. Dann kann die Welt in und um Wabern herum neugierig beäugt werden. (red)

Quelle: HNA

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