Närrisches Jubiläum

Kinder- und Jugendgarde des Karnevalskomitees der Liedertafel besteht seit 33 Jahren

Stehen in den Startlöchern: Anna Wiegand, Emma Fenner, Katharina Prusa, Lea Kriesten, Lara Knieling und Kim Walter (oben, von links) sowie die komplette Kinder-und Jugendgarde freuen sich auf ihren Auftritt. Waltraud Felgenhauer (unten) ist für die Kostüme zuständig und gibt Schuhe an Hanna Alili, Chiara Stähling-Klug, Milena Stiebing (von links) und Franziska Wagner (vorn) aus. Fotos:  Rose

Treysa. Hier springen die Funken: Die Kinder- und Jugendgarde des Karnevalskomitees der Liedertafel Treysa feiert in dieser Session ein närrisches Jubiläum: Seit 33 Jahren wirbeln die jungen Mädchen bei den Prunksitzungen über die Bühne.

Gegründet wurde die Truppe von Waltraud Felgenhauer, die bis heute für die Betreuung und die Kostüme zuständig ist. „Aus der Gruppe sollte Nachwuchs für die große Garde kommen“, erklärt Maike Drescher, Tochter von Waltraud Felgenhauer und zusammen mit Lena Richhardt aktuell die Trainerin der Kinder- und Jugendgarde.

Familienbande werden in der Gruppe groß geschrieben: „Viele frühere Funkenmariechen haben heute Kinder, die ebenfalls mittanzen.“ Auch die Tochter des ersten Funkenmariechens Silvia Hirth, heute Willer, Marie Willer ist seit neun Jahren tänzerisch mit von der karnevalistischen Partie. Zusammen mit Lena Bachmann ist sie Tanzmariechen. Das neue Funkenmariechen heißt Tessa Rockensüß. Emily Knoche wurde für die aktuelle Session zum neuen Tanzmariechen gekürt.

Maike Drescher freut sich, dass die Gruppe seit Jahren auf bewährte Tänzerinnen setzen kann. Seit neun Jahren unterstützen Selina Adam, Marie Willer, Anna Drescher, Luisa Weckesser, Anna-Lena Lammertz und Melissa Schneider. Dass es häufig turbulent zugeht, wird spätestens beim Training klar. Die Trainerinnern kriegen ab Spätherbst wöchentlich 22 Mädchen der Kindergarde, 19 Tänzerinnen der Jugendgarde, 12 Pagen und ein Funkenmariechen unter einen Hut. Im Jubiläumsjahr sind die Gardemädchen besonders experimentell. Getanzt wird zum Rockmedley mit Titeln von den „Ärzten“. Tessa Rockensüß und Emily Knoch bewegen sich zu Klängen der „Toten Hosen“.

Wichtig sind neben den perfekten Schritten auch perfekt sitzende Kostüme: Die hat Waltraud Felgenhauer vor 33 Jahren angeschafft und hütet sie seitdem wie ein Schatz. 46 junge Damen könnten mit den blau-weißen Jacken und Röcken ausgestattet werden. Bei der Anprobe herrscht Trubel. „Felgi“, so wird die Treysaerin liebevoll genannt, schätzt mit einem Blick ab, welches Kostüm passen könnte. „Dann wird wild getauscht“, erzählt Gardemädchen Katharina Prusa. Heil bleibt in der Session nicht alles: „Nach den Sitzungen bekomme ich die Kostüme zurück, dann wird geflickt und ausgebessert“, erklärt Felgenhauer.

Bis alles gewaschen und wieder in Ordnung sei, dauere es meist bis zum Sommer. Hinzu komme das Putzen der Schuhe: „Ich habe mir ab und zu schon mal einen Opa der Mädchen zum Schuheputzen einbestellt - da bin ich erfinderisch.“ Aktuell denken Betreuer, Trainer und Kinder jedoch nur an eines: „Selbst das Sofa kann nicht locken, wenn in Trees die Narren rocken.“

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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